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Bern (awp/sda) - Austausch von Höflichkeiten: Bei ihren Ansprachen in der Wandelhalle des Bundeshauses haben Bundespräsidentin Doris Leuthard und ihr Amtskollege Christian Wulff am Mittwochnachmittag die gegenseitige Bedeutung der Schweiz und Deutschlands unterstrichen.
"Die Schweiz ist für Deutschland ein enorm wichtiges Land", sagte Wulff. Diese Tatsache habe er mit seinem zweitägigen Staatsbesuch signalisieren wollen. Unter anderem betonte der deutsche Staatspräsident die enge wirtschaftliche Verflechtung Deutschlands und der Schweiz, verwies aber auch auf die Zusammenarbeit an den Universitäten.
"Die Deutschen lieben die Schweiz aus vielerlei Gründen", sagte Wulff. Seine Landsleute bereisten sie, viele lebten und arbeiteten aber auch hier und hätten sich beruflich wie privat integriert.
Zu den Differenzen, welche die Schweiz und Deutschland insbesondere im Steuerstreit hatten sagte Wulff: "Ich finde es normal, dass es gelegentlich unterschiedliche Sichtweisen gibt. Wir sind ja schliesslich souveräne Staaten."
Er sei aber auch der Meinung, dass besonders Nachbarn immer einvernehmliche Lösungen finden sollten. Für die Zukunft wünscht sich Wulff "einen freundschaftlichen, partnerschaftlichen Umgang auf Augenhöhe".
Auch Leuthard betonte, die Schweiz könne mit Deutschland auf Augenhöhe diskutieren. Die Schweiz habe auch einiges zu bieten, so erbringe sie etwa grosse Leistungen in der europäischen Verkehrsinfrastruktur.
Es sei wichtig, dass Deutschland und die Schweiz einen engen Kontakt pflegten. Die beiden Staaten verbinde eine lange Freundschaft, zudem teilten sie die gleichen Werte wie Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Wulffs Aufenthalt in der Schweiz steht unter dem Motto "Bildung, Innovation und Technologie". "Wenn wir uns zusammentun, haben wir der Welt viel zu bieten", sagte Leuthard diesbezüglich. Bilaterale Probleme wie der Fluglärm- oder Steuerstreit wurden in den beiden Ansprachen nicht direkt thematisiert.
Zuvor waren Wulff und seine Frau auf dem Bundesplatz traditionsgemäss mit militärischen Ehrbezeugungen empfangen worden. Alle sieben Bundesräte und die Bundeskanzlerin begrüssten die beiden auf dem roten Teppich mit Händedruck. Danach schritten Wulff und Leuthard gemeinsam die Ehrengarde ab, die dieses Mal aus 80 Panzer-Rekruten einer Thuner Rekrutenschule bestand.
Wulff, seit Ende Juni Präsident der Bundesrepublik Deutschland, war am Mittwochmittag zu seinem ersten Staatsbesuch auf dem Flughafen Zürich gelandet. Mit einem Sonderzug fuhren die Gäste aus Deutschland anschliessend nach Bern.
Der CDU-Politiker bleibt zwei Tage in der Schweiz. Am Mittwoch standen noch Gespräche mit einer Bundesratsdelegation und Wirtschaftsvertretern auf dem Programm, am Donnerstag waren ein Besuch der Technischen Hochschule in Lausanne und die Teilnahme an einem Podiumsgespräch an der Universität Zürich geplant.

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