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Jakarta (awp/sda) - Schweizer Wirtschaftsvertreter sind überzeugt, dass der indonesische Markt boomen wird. Sie haben aber auch grossen Respekt vor Bürokratie, Korruption und Protektionismus. Das wurde im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundespräsidentin Doris Leuthard klar.
Rund 20 Vertreter der Schweizer Wirtschaft haben Leuthard nach Indonesien begleitet. Ihr Ziel: Die Marktchancen im aufstrebenden Schwellenland ausloten und bereits bestehende Beziehungen vertiefen. Nach zwei Tagen in der Hauptstadt Jakarta und einem Tag in der zweitgrössten Stadt Surabaya ist das Echo vorwiegend positiv.
Rolf Jeker, Verwaltungsratspräsident der OSEC, die Schweizer KMU bei ihrem Markteintritt im Ausland begleitet, sieht in Indonesien ein grosses Potenzial. Nicht zuletzt deshalb, weil im 228 Mio Einwohner zählenden Land beinahe unbegrenzt Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
"Noch ist es aber nicht einfach, hier zu geschäften", sagte Jeker in Jakarta zur Nachrichtenagentur SDA. Jeker reist oft und schon seit langem nach Indonesien. Er stellt fest: Die Korruption ist noch nicht ausgemerzt, und nationalistische Tendenzen sind für ausländische Investoren eine Erschwernis.
Die besten Chancen auf dem indonesischen Markt räumt Jeker Konsumgütern wie Uhren und Nahrungsmitteln sowie der Maschinenindustrie ein.
Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer war zum ersten Mal vor Ort. "Indonesien ist ein Land, das man vertieft anschauen muss, weil es grosse Chancen und ein überdurchschnittliches Wachstum verspricht", sagte er im Gespräch.
Wie Jeker hält auch Bührer die Zollbürokratie, die Korruption und den Protektionismus für die grössten Hindernisse für Investoren. Die grössten Marktchancen sieht er für Unternehmen in den Bereichen Maschinenbau, Gesundheit, Infrastruktur und allenfalls Investment banking.
Ein Unternehmen, das längst Fuss gefasst hat, ist Novartis. Um die Bürokratie zu überwinden, seien gute Kontakte zu Verwaltung und Regierung unerlässlich, sagte Verwaltungsratsmitglied Alexandre F. Jetzer gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Novartis stellt in Indonesien unter anderem Kontaktlinsen her.
Ansonsten habe das Land nicht nur ein grosses Potenzial, sondern auch viele gut ausgebildete und diszipliniert arbeitende Arbeitskräfte. "Meiner Meinung nach wird das wissenschaftliche Potenzial Indonesiens unterschätzt", sagte Jezer. "Es gibt sehr gute Fakultäten."
Auch Bundespräsidentin Doris Leuthard hat während ihres Besuchs mehrmals betont, Indonesien habe ein "riesiges Potenzial". Dem südostasiatischen Inselstaat wird allgemein eine dynamische Entwicklung vorausgesagt.
Bisher sind laut Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) über 70 Schweizer Firmen und Repräsentationsbüros vor Ort. 2008 trat die Schweiz mit 5,9 Mrd CHF als Direktinvestor auf. Damit lag sie laut indonesischen Angaben an 13. Stelle der Liste der ausländischen Direktinvestitionen.
Die Schweiz importierte 2009 indonesische Güter für 171 Mio CHF und exportierte einheimische Waren für 372 Mio CHF.
Die Schweizerische Exportrisikoversicherung stuft Indonesien neu in Kategorie 4 ein - auf einer Skala von 0 (wenig Risiko) bis 7 (am meisten Risiko). Zuvor war das Land in Kategorie 5.
mk

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