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CH/Steigender Holzverbrauch fordert Forstwirtschaft und Forschung

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 17:00 publiziert

Bern (awp/sda) - Der weltweite Holzverbrauch wird bis 2050 stark ansteigen. Das stellt Waldbesitzer und Waldforschung vor neue Herausforderungen, wie eine Tagung an der Eidg. Forschungsanstalt WSL zeigte. Langfristig brauche es technische Innovationen bei der Verarbeitung.
Der Holzverbrauch steige unter anderem deshalb, weil es im Jahr 2050 etwa drei Milliarden mehr Menschen gebenn werde als heute, aber weniger Erdöl, teilte die WSL am Donnerstag mit. Ob Holz dann als Stoff oder als Energieträger genutzt werde, entscheide letzlich der Preis, sagte Udo Mantau von der Universität Hamburg laut der Mitteilung an einer kürzlich in Birmensdorf durchgeführten Fachtagung.
Für die Schweizer Forstwirtschaft erwartet Reto Hefti, Leiter des Amtes für Wald im Kanton Graubünden, vorerst keine starken Veränderungen. Die Auswirkungen des Klimawandels und die steigenden Ansprüche der Gesellschaft an den Wald würden den Forstdienst aber stark fordern.
Ein wichtiges Thema ist laut den Tagungsteilnehmern die Verbesserung der Forst- und Holznutzung. Erste Schritte haben Forscher der WSL bereits gemacht, wie Oliver Thees, der Leiter des kürzlich abgeschlossenen Forschungsprogramms "Zukunftsfähige Waldnutzung", berichtete.
Eine neue Software erfasst das an Waldstrassen liegende Holz und optimiert dessen Abfuhr. Dadurch spare der Waldeigentümer pro Kubikmeter Holz zwei Franken Kosten ein. Und auf einer virtuellen Plattform vermarkten heute über 700 Waldeigentümer kostengünstig ihr Holz.

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