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CH/Verschärfte Kriterien für "Swiss Made"-Uhren abgeschwächt

Biel (awp/sda) - Die Anforderung für Uhren zur Erlangung des "Swiss Made"-Labels werden weniger stark verschärft als vorgesehen. Aufgrund internationaler Abkommen musste der Uhrenverband den vorgeschlagenen minimalen Anteil der in der Schweiz ausgeführten Arbeiten senken.
Damit eine Uhr als "Swiss Made" bezeichnet werden kann, muss heute mindestens die Hälfte der Herstellungskosten der mechanischen Teile in der Schweiz anfallen.
Um das Label zu stärken, schlug der Verband der Schweizer Uhrenindustrie (FH) vor, diesen Wert auf 80% für mechanische Uhren und auf 60% für elektronische Uhren zu erhöhen. An der Generalversammlung 2007 stimmten 87% seiner Mitglieder dem Vorschlag zu.
In der jüngsten Ausgabe seiner Mitgliederzeitschrift vom Donnerstag gab der FH nun bekannt, dass der Anteil bei mechanischen Uhren auf 60% angepasst wird. Der Grund dafür liegt in den Verträgen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union sowie den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO).
"Es besteht das Risiko, dass die verschärften Kriterien damit nicht kompatibel sind", erklärte Jean-Daniel Pasche, Präsident des FH, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Er räumt zudem ein, es habe Bedenken der europäischen Uhrenhersteller zu "Swiss Made" gegeben.
Neben dem Wert von 60% für die mechanischen Teile sieht der Vorschlag des FH auch die Einführung eines Anteils von 80% an den Produktionskosten der ganzen Uhr vor. Eine solche Anforderung wäre ein Novum in der gesamten Uhrenindustrie.
Für Pasche ist eine Verschärfung der Kriterien für "Swiss Made" langfristig unabdingbar. "Ansonsten besteht das Risiko einer Abwertung des Labels."
Er weist damit die Kritik "einer Minderheit" von Uhrenherstellern zurück, die den mit einer Verschärfung verbundenen Anstieg der Produktionskosten beklagen. Die Preise würden nicht ansteigen, denn die Marken müssten wettbewerbsfähig bleiben, sagte Pasche.
Der FH wird nun seinen Vorschlag zur Verschärfung des Labels "Swiss Made" dem Bundesrat unterbreiten. Er fordert ausserdem, dass das Dossier unabhängig von der Swissness-Vorlage behandelt wird. Diese wird gegenwärtig durch Differenzen über die Kriterien bei Nahrungsmitteln blockiert.
cf

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