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CH/Viel Arbeit für Preisüberwacher in der Krise - Steigende Gesundheitskosten

Dieser Inhalt wurde am 29. Dezember 2009 - 10:20 publiziert

Bern (awp/sda) - In der Krise achten die Schweizer besonders auf ihr Portemonnaie. Preisüberwacher Stefan Meierhans hat in diesem Jahr rund 2'500 Eingaben erhalten. Das ist gut ein Drittel mehr als 2008. Im Zentrum steht vielfach das Gesundheitswesen.
Immer öfter werde er gebeten, Medikamentenpreise oder gar ganze Arzt- oder Spitalrechnungen zu prüfen, sagte Meierhans in einem Interview mit der "Neuen Luzerner Zeitung" vom Dienstag. Gerade im Gesundheitswesen seien die Bürger preissensibler geworden.
Im Gesundheitswesen habe er dazu beigetragen, dass die Kosten um 200 Mio CHF reduziert worden seien, indem die Preise für Medikamente neu auch mit jenen in Frankreich und Österreich verglichen würden. Hinzu kämen Senkungen bei den Labor-, Arzt- und Spitaltarifen um bis zu 20%.
Meierhans macht aber kein Hehl daraus, dass im Gesundheitswesen "relativ rasch" 800 Mio CHF hätten gespart werden können, indem die Medikamentenpreise auch mit jenen in Italien verglichen würden. Zudem hätte man die Vertriebsmargen für die Medikamenten-Abgabe durch Apotheker und Ärzte deutlicher senken können.
Dass dies nicht geschah, führt er auf den "organisierten Widerstand einzelner Branchen" zurück. Aber auch die "verhärteten, festgefahrenen gesundheitspolitischen Diskussionen" hätten grössere Einsparungen verhindert.
Laut Meierhans kann der Preissenkungsbeitrag der Preisüberwachung dieses Jahr auf rund 300 Mio CHF veranschlagt werden. Allerdings sei es schwierig, genau abzugrenzen, wie gross der Anteil einzelner Behörden und Beteiligter sei.
Den grössten Betrag konnte die Preisüberwachung bei der Post sparen: Senkungen bei gewissen Briefpost-Tarifen und Verschiebungen von Preiserhöhungen bei der Paketpost führten laut Meierhans zu Einsparungen in Höhe von 200 Mio CHF.
ps

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