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Zürich (awp) - Die 30 bedeutendsten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz (SLI) haben für die berufliche Vorsorge per Ende 2009 Vermögen von 141,2 Mrd CHF angehäuft. Demgegenüber stehen Vorsorgeverpflichtungen dieser Konzerne von 160,4 Mrd CHF. Der Ausfinanzierungsgrad belief sich somit auf 88,0%, was einer Steigerung um 3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht, heisst es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der Unternehmensberatungsfirma Tower Watson.
Grund für die Steigerung seien demnach eine teilweise Erholung der Vermögensanlagen vom Einbruch während der Finanzkrise. Zudem hätten viele Firmen höhere Beiträge geleistet als versicherungstechnisch notwendig gewesen wäre. So haben die Überweisungen der SLI-Firmen in das Planvermögen der Pensionskassen 2009 5,4 Mrd CHF betragen. Versicherungstechnisch seien jedoch nur 3,8 Mrd CHF notwendig gewesen. Somit belaufe sich das Planvermögen der Pensionskassen auf 141,2 Mrd CHF.
Gemessen an der Marktkapitalisierung betrug das Pensionskassenvermögen bei den SLI-Titeln rund 16%, in Relation zum Eigenkapital rund 36%. Auch wenn die Planvermögen sich 2009 stattlich erhöhten (+10%), wird das Niveau von Ende 2007 noch lange nicht erreicht, dazu fehlten weitere gut 10%.
Die Summe der Vorsorgeverpflichtungen hätten jedoch ebenfalls um 6% zugenommen, nämlich von 151,4 Mrd CHF auf 160,4 Mrd. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist zum einen zurückzuführen auf versicherungstechnische Verluste (5,7 Mrd CHF) und Wechselkurseffekte (2,7 Mrd CHF). Zum anderen überstiegen der Dienstzeitaufwand (Anstieg des Barwerts der Ansprüche) und der Zinsaufwand (Verzinsung der Verpflichtungen), die zusammen 10,5 Mrd CHF betrugen, die Summe der ausbezahlten Vorsorgeleistungen (8,3 Mrd CHF).
Mit der Steigerung der Planvermögen erreichte somit der Deckungsgrad der Pensionskassen wieder 88%, wie bereits erwähnt. Dabei habe einzig Julius Bär einen Deckungsgrad von über 100% (100,5%) erreicht. Interessant sei, dass die Schweizer Konzerne in der Finanzkrise die ausländische Konkurrenz überholt hätten. Habe der aggregierte Deckungsgrad ausländischer Unternehmen in der "Forbes 1000"-Liste 2007 noch 106% gegenüber 99% bei Schweizer Unternehmen betragen, so liege der Deckungsgrad hiesiger Unternehmen mittlerweile 6 Prozentpunkte über derjenigen der Konkurrenz.
Die Kosten der beruflichen Vorsorge seien bedeutend, heisst es weiter. In der Gewinn- und Verlustrechnungen der 30 untersuchten Gesellschaften schlug der Netto-Vorsorgeaufwand der Altersvorsorge 2009 mit gesamthaft 4,0 Mrd CHF zu Buche - dies entspricht 1,0% des Ertrages. Insgesamt belief sich der Liquiditätsabfluss für die berufliche Altersvorsorge - Rentenzahlungen und Dotierungen von Pensionskassen durch den Arbeitgeber - auf 8% des operativen Cashflows, heisst es in der Studie.
dl/ra

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