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Zürich (awp/sda) - Lärmschutzmassnahmen verbessern nicht nur die Wohnqualität. Sie lösen auch Folgeinvestitionen aus und lassen die Mieten ansteigen, wie aus einer Studie der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hervorgeht.
Mit Hilfe der hedonischen Bewertungsmethode und des geografischen Informationssystems sei es erstmals gelungen, gesamtschweizerisch den Einfluss der wichtigsten mietpreisbestimmenden Lage- und Umweltfaktoren zu ermitteln, heisst es in einer Mitteilung der ZKB vom Mittwoch. Erarbeitet wurde die Studie "Ruhe bitte!" in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU).
Sie bestätigt, dass Lärmbelastungen die Mietpreise stark beeinflussen. Die höchsten Mietpreisreduktionen pro Dezibel über dem Grenzwert resultieren demnach durch Lärmemmissionen der Bahn (-0,26%), gefolgt von Strassen- und Fluglärm mit einem Minus von 0,19 beziehungsweise 0,11%.
Am Beispiel der Weststrasse in Zürich zeigt die Studie zudem auf, dass Lärmschutzmassnahmen auch Folgeeffekte haben können. Seit der Verkehr mit der neuen Verkehrsführung um 90% abgenommen habe, sei die Investitionsblockade gelöst und ein "Prozess der Aufwertung" in Gang gesetzt worden.
Die umfassenden Sanierungen der Liegenschaften haben allerdings auch eine Kehrseite: Die Mieten sind über 40% angestiegen. Die Lärmminderung alleine habe einen Preiseffekt von knapp 6%, schreibt die ZKB.
Wie aus der Studie weiter hervorgeht, bestimmen neben dem Lärm auch Lage und Steuerbelastung den Mietpreis. Grundsätzlich gilt: Je zentraler das Mietobjekt und je tiefer die Steuern, desto höher sind die Mieten.
So führt eine um 10 Minuten längere Reisezeit zum nächsten Grosszentrum zu einem Mietpreisabschlag von 5%. Andererseits ist bei einer Senkung der Steuerbelastung der Haushalte um 2 Prozentpunkte ein Anstieg der Mieten um 6% zu erwarten.
Direkter Seeanstoss und Seesicht erhöhen die Mietpreise gar um 12%. Die Aussicht auf ein schönes Bergpanorama lässt die Mieten zusätzlich um 10,4% steigen. Laut der ZKB-Studie "Ruhe bitte!" kann die Mikrolage innerhalb einer Gemeinde zu einer Mietpreisdifferenz von über 30% führen.
rt

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