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Chapuisat und Abwehrgürtel retten die Schweiz: 1:1 in Jugoslawien

Die Schweizer Lonfat, Frei, Chapuisat und Müller (von links nach rechts) feiern das späte 1:1.

(Keystone)

Die mit wenig Kredit nach Belgrad gereiste Schweizer Fussball-Nationalmannschaft hat einen wichtigen Auswärtspunkt in der WM-Qualifikation gewonnen. Mit einem doppelten Abwehrgürtel wurden die Jugoslawen vor 33'000 Zuschauern mit einem 1:1 gebremst.

69 Minuten hielt der Schweizer Abwehrgürtel, der von Trainer Enzo Trossero kreierte "Cordon Rouge". Dann schlenzte Lazio-Verteidiger Sinisa Mihajlovic einen seiner gefürchteten Freistösse aus 22 Metern über die Schweizer Mauer und unhaltbar für Pascolo ins weite Eck. Die Niederlage, gegen die sich die Schweizer so gestemmt hatten, schien unabwendbar. Da zirkelte der überragende Fournier fünf Minuten vor Schluss eine Flanke auf den hinteren Pfosten, wo Chapuisat hochstieg und in seinem 82. Länderspiel den 1:1-Ausgleich realisierte.

Nach der Schmach auf Zypern gegen Polen hat sich das Nationalteam rehabilitiert. Es hat zwar meist nur verteidigt und zerstört, aber dies mit Einsatz und Kampfbereitschaft. Vier Mann in der Abwehr und meist fünf Mann im gut gestaffelten Mittelfeld machten den Jugoslawen die Räume eng und liessen diese kaum ins Spiel kommen. Die Schweizer waren hartnäckig und liefen bis zum Umfallen. Fournier und Quentin waren Beispiele, was mit Willen und Einsatz möglich ist. Henchoz war ein souveräner Patron, Chapuisat spulte ein enormes Laufpensum ab und wurde hiefür mit seinem 19. Tor in der Nationalmannschaft belohnt.

Nationalteam als kämpferische Einheit

Der Ausrutscher im Start-Heimspiel gegen Russland (0:1) ist mit dem unerwarteten 1:1 in Belgrad korrigiert. Gewonnen ist in der WM-Ausscheidung allerdings noch nichts. Doch, und das ist das erfreulichste, die Schweiz hat wieder eine Nationalmannschaft, die als geschlossene Einheit unter Druck zusammen- und bis auf eine Ausnahme dichthielt. Darauf lässt sich aufbauen.

Die Einheimischen enttäuschten und wurden mit Pfiffen in die Pause und auch nach 90 Minuten verabschiedet. Nationalcoach Milovan Djoric ist es nicht gelungen, sein Team ohne Substanzverlust zu verjüngen. Es machte den Anschein, als dass die Ballkünstler vom Balkan die Schweizer unterschätzt haben. Sie bissen sich jeweils an Trosseros Beton fest und verloren sichtlich an Schwung und später auch an Laune, um mit allen Mitteln den Sieg zu erringen.

Die Schweiz belegt nun in der WM-Qualifikationsgruppe 1 hinter Russland (7 Punkte) und Slowenien (6 Punkte) mit 5 Punkten den dritten Rang. Es folgen Jugoslawien und die Färöer mit je 4 und Luxemburg mit 0 Punkten.

Busse für Trossero wegen Beleidigung?

Bis am Mittwoch soll die FIFA-Disziplinarkommission über die Sanktion gegen Enzo Trossero entscheiden. Der Schweizer Nationaltrainer wurde in der 74. Minute wegen Linienrichter-Beleidigung aus der Coaching-Zone gewiesen. Laut Auskunft der FIFA-Pressestelle reicht das mögliche Strafmass für den Argentinier von einer Verwarnung oder einer Busse bis zu einer Sperre.

swissinfo und Agenturen


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