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Pfäffikon (awp) - Für Charles Vögele beginnt sich der radikale Umbau des Unternehmens und der angepeilte Imagewechsel offenbar auszuzahlen. Nach einem verlustreichen Jahr 2009 ist dem Modekonzern nun der Turnaround gelungen - 2010 wurden wieder schwarze Zahlen geschrieben. Nicht nur die Kunden dürfen sich über neu gestaltete Läden freuen, auch die Aktionäre sollen nach einer Pause wieder eine Dividende erhalten.
Das neue Konzept kommt offenbar gut beim Kunden an. "Der Umsatz und der Bruttogewinn liegen in den neuen und umgestalteten Filialen über dem Vorjahr und auch über den Vergleichsfilialen", sagte CEO André Maeder am Dienstag an der Pressekonferenz. Entsprechend will Vögele hier weiter nachlegen. Bereits 2011 sollen mehr Filialen eröffnet als geschlossen werden, die Renovierung wird ebenfalls fortgesetzt. Bis 2013 sollen 50% aller Geschäfte im neuen Look erscheinen.
UMSATZ NOCH RÜCKLÄUFIG - GEWINN VERVIELFACHT
Zwar ging der Nettoumsatz um 8,6% auf 1'198 Mio CHF zurück. Rund 74 Mio CHF des Rückgangs seien aber auf die Wechselkurse und hier hauptsächlich auf den Euro zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung vom Morgen. Das zweite Halbjahr sei die erste altwarenbefreite Verkaufssaison gewesen, mit der aktuellen Saisonware wurde 7% mehr umgesetzt.
Der EBITDA kletterte um mehr als 50% auf 110 Mio CHF, die Marge lag bei 9,2 (5,4)% und damit nahe am Ziel von 10%. Der EBIT verfielfachte sich auf 38 (4) Mio CHF. Unter dem Strich schrieb das Bekleidungsunternehmen wieder einen Gewinn von 18 Mio CHF, nach einem Verlust von 14 Mio CHF im Vorjahr. Das positive Resultat ergebe sich hauptsächlich aus den ersten Erfolgen der 2009 eingeleiteten strategischen Massnahmen zur Modernisierung des Unternehmens.
Der Betriebsaufwand wurde währungsbereinigt um 40 Mio CHF auf 691 Mio CHF reduziert. Die Gruppe habe erstmals ein volles Jahr von der neuen Kostenstruktur ohne Altwarenlager profitiert, heisst es. Die Zahl der Verkaufsstandorte sank um 3,6% auf 826, die Mitarbeiterzahl wurde etwas stärker um 5% auf 7'345 reduziert.
DIVIDENDE - EUROSORGEN BLEIBEN
Angesichts der Nettoliquidität von 26 Mio CHF (VJ -15 Mio) und der soliden Eigenkapitalquote von 62 (59)% wird der Generalversammlung eine Nennwertrückzahlung von 0,50 CHF pro Aktie vorgeschlagen. Im Vorjahr hatten die Aktionäre noch auf eine Dividende verzichten müssen.
Sorgen bereitet aber nach wie vor der Eurokurs - Vögele macht über 60% seines Umsatzes in der Eurozone. "Der Eurokurs hat im vergangenen Jahr auf der 'top-line' wehgetan und das wird auch 2011 ähnlich sein", sagte der CFO Markus Voegeli. Auch die steigenden Rohstoffkosten, insbesondere der Baumwollpreis, geben Anlass zur Sorge. Ein Vorteil bei der Rohstoffpreisentwicklung sei aber, dass dies die gesamte Branche treffe und nicht nur Charles Vögele. Die Marge will das Unternehmen jedenfalls verteidigen.
AUSBLICK LEICHT POSITIV - AKTIE STARK GEFRAGT
Der Blick in die Zukunft ist angesichts der starken Verbesserungen noch etwas vorsichtig, aber leicht positiv. Für 2011 erwarten Verwaltungsrat und Konzernleitung die Trendwende in der Umsatzentwicklung und damit die "nachhaltige Rückkehr auf den Wachstumspfad". An dem mittelfristigen Ziel einer EBITDA-Marge von 10% wird festgehalten. Es gelte, die ersten Erfolge der neuen Strategie zu konsolidieren und die definierten Massnahmen konsequent umzusetzen, heisst es dazu.
Bei Vögele scheine der Wandel zum "Lifestyle-Anbieter" Früchte zu tragen, kommentieren die Analysten der Bank Wegelin. Andere Experten loben insbesondere die Margenverbesserung. Für die Aktie geht es deutlich nach oben. Nach einem ersten Sprung zum Handelsstart von mehr als 8% auf das Tageshoch bei 63,80 CHF stehen gegen 14.00 Uhr in einem leicht freundlichen Markt noch Gewinne von 6% auf 61,50 CHF zu Buche.
dm/tp

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