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Pfäffikon SZ (awp/sda) - Über ein Jahr lang war Charles Vögele damit beschäftigt, seine eingelagerten alten Kollektionen zu verhökern und sich eine neue Strategie zusammenzuzimmern. Nun soll es mit dem Modehaus endlich wieder aufwärts gehen - auch mit Hilfe von Penélope Cruz.
Dass die Hollywood-Schauspielerin und ihre Schwester Mónica Markenbotschafterinnen von Charles Vögele werden und im Rahmen ihres Engagements auch eine eigene Kollektion entwerfen, hat das Modeunternehmen bereits im Frühling verkündet. Jetzt gilt es aber ernst für die beiden Spanierinnen: In Inseraten, auf Plakatwänden und in Fernsehspots werben sie ab sofort für das Modehaus.
Konzernchef André Mäder betonte am Dienstag vor den Medien, dass die Geschwister Cruz den Laden natürlich nicht alleine retten würden. Die Hoffnungen, die auf den beiden ruhen, sind allerdings dennoch gross: "Sie sollen helfen, das Image von Charles Vögele zu verbessern", sagte Mäder.
Das Image - Umfragen hatten einst ergeben, dass Charles Vögele keine Modekompetenz zugestanden wird - war und ist aber nicht das Einzige, was dem Unternehmen Kopfschmerzen bereitet hat. Es hatte auch mit zu hohen Kosten und trotz Expansion stagnierenden Absatzzahlen zu kämpfen.
2009 betrug der Verlust 14 Mio CHF, und in der ersten Hälfte des laufenden Jahr resultierte auch noch einmal ein Minus von 7 Mio CHF, wie Charles Vögele bereits am Montag mitgeteilt hatte. Bei der Präsentation des Halbjahresergebnisses erklärte Mäder, wie er und seine Mitstreiter die Altlasten mittlerweile abgebaut hätten.
So sind seit Anfang Jahr etwa zahlreiche unrentable Filialen geschlossen worden. Auch wurde das Management auf allen Stufen mit Personen, die in anderen grossen Modeunternehmen tätig waren, verstärkt. Seit Anfang Juli hat etwa Frank Beeck, der zuvor beim spanischen Modekonzern Mango als Chef für sieben Länder tätig war, das Amt des Verkaufschef von Charles Vögele.
JAHRE HINTER DER KONKURRENZ
Im Weiteren hat das Modehaus auch den Einkauf in Asien in die eigenen Hände genommen und seine Vertriebsstruktur verschlankt. Und vor allem sollen inskünftig jährlich acht neue Kollektionen in die Läden kommen und nicht wie bisher nur vier. Um diese Schritte, welche die Konkurrenz bereits Jahre zuvor gemacht hat, überhaupt erst zu ermöglichen, musste Charles Vögele aber zuerst 13 Mio Kleidungsstücke alter Kollektionen los werden.
Das hatte auch Auswirkungen auf das Halbjahresergebnis. Weil zuletzt nur noch die am wenigsten attraktive Stücke in den Wühlkörben lagen, konnte Charles Vögele aus dem Lagerverkauf nur noch 75 Mio CHF lösen. Im Jahr zuvor hat das Unternehmen mit alten Kleider noch gegen 130 Mio CHF eingenommen.
MEHRUMSATZ MIT NEUEN KOLLEKTIONEN
Bei den Umsatzzahlen konnte Finanzchef Markus Vögeli aber auch bereits Positives vermelden: Der Umsatz mit den Kleidern der aktuellen Kollektion stieg in Lokalwährungen gerechnet von 594 Mio CHF im ersten Halbjahr 2009 auf 615 Mio CHF dieses Jahr an.
Gute Erfahrungen hat Charles Vögele laut Konzernchef Mäder mit den bereits neu gestalteten Filialen gemacht. In diesen Verkaufslokalen, deren neues Interieur auch die Bemühungen zur Verbesserung des Images unterstreichen soll, wurden nach dem Umbau höhere Umsätze verzeichnet als vorher.
Mit der neuen Vertriebsstruktur, dem Umbau des Managements, der Schliessung unrentabler Geschäfte, der gedrosselten Expansion und den Bemühungen zur Verbesserungen des Images soll es Charles Vögele noch dieses Jahr wieder in die schwarze Zahlen schaffen. Solche stellte Mäder am Dienstag mindestens in Aussicht.
Und dies obwohl dem Unternehmen derzeit auch der starke Franken zu schaffen macht und - wie allen Modeunternehmen auch - die Unsicherheit auf den Beschaffungsmärkten in Asien Sorgen bereitet.
mk

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