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China "bestraft" CSFB

Schwerer Stand für CSFB in China. Keystone

Der Credit Suisse First Boston (CSFB) ist in China ein lukrativer Auftrag entzogen worden. Grund sind zu enge Beziehungen mit Taiwan.

Dieser Inhalt wurde am 01. September 2001 - 14:28 publiziert

Gemäss eines Berichtes des «Wall Street Journal» (WSJ) hat China die Investment-Tochter der Credit Suisse Group von einem lukrativen Auftrag ausgeschlossen. Die CSFB hätte ursprünglich Aktien der Unicom Group, der zweitgrössten chinesischen Telekom-Gesellschaft, in den USA platzieren sollen. Die Aktienofferte soll mehrere Milliarden Dollar betragen.

Vergangene Woche habe Unicom der CSFB mitgeteilt, dass ihr das Dossier entzogen werde. Wie das WSJ schreibt, habe Unicom den Entscheid mit einer politischen Entscheidung «weit oben» begründet.

Die zuständige CSFB-Geschäftsstelle in Hongkong beschränkte ihre Stellungnahme auf «no comment». Gemäss dem Medienbericht fürchtet die Investmentbank, in diesem Jahr von mindestens zwei weiteren Börsengängen ausgeschlossen zu werden. Sie versuche nun das Problem mit der chinesischen Regierung zu lösen.

Im WSJ-Bericht wird die Strafmassnahme Chinas auf das in Peking heikle Thema Taiwan zurückgeführt. Die CSFB-Geschäftsstelle in Hong Kong habe im März zwei höhere Offizielle, darunter Finanzchef Yen Ching-chang, zu einer Konferenz eingeladen. Im Sommer habe die CSFB ausserdem eine Promotionstour zugunsten taiwanesicher Firmen lanciert.

swissinfo und Agenturen

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