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PEKING (awp international) - Chinas Regierung steht laut Presseberichten kurz vor einer Entscheidung über ein mögliches Gegenangebot für den kanadischen Kali-Förderer Potash . Der staatliche Ölkonzern Sinochem hat nach einem Bericht des chinesischen Wirtschaftsmagazins "Economic Observer" um finanzielle Hilfe der Regierung in Peking gebeten. Das Unternehmen bräuchte 40 bis 60 Milliarden US-Dollar, um das bestehende Übernahmeangebot des australischen Bergbaukonzerns BHP Billiton zu übertreffen, hat aber selbst nicht genug Geld.
Ein Sinochem-Sprecher wollte sich am Dienstag nicht zu den berichteten Plänen äussern, sagte aber der Nachrichtenagentur dpa in Peking: "Wir schenken dieser Sache durchgehend grosse Aufmerksamkeit und verfolgen jede Entwicklung." Das kanadische Kali-Unternehmen Potash aus der rohstoffreichen Provinz Saskatchewan kämpft mit allen Mitteln gegen die knapp 40 Milliarden US-Dollar schwere BHP-Offerte.
Die Pekinger Regierung werde möglicherweise noch vor den Ferien zum Nationalfeiertag am 1. Oktober über verschiedene Vorschläge von chinesischen Staatsunternehmen entscheiden, berichtete die kanadische Zeitung "Globe and Mail". Mehrere chinesische Staatsunternehmen waren aufgefordert worden, Angebote zu erarbeiten. Interessiert scheint neben Sinochem auch China Blue Chemical Ltd zu sein, ein Unternehmen des finanzstarken Ölkonzerns China National Offshore Oil Corp. (CNOOC).
Sinochem ist das Mutterhaus des grössten chinesischen Düngemittelunternehmens Sinofert, an dem Potash 22 Prozent hält. Das Staatsunternehmen hat nach Berichten bei Banken, am Finanzmarkt in London sowie in Singapur beim Staatsfonds Temasek nach finanzieller Unterstützung für ein Angebot gesucht. Möglich wäre auch eine Beteiligung des chinesischen Staatsfonds CIC.
Die Pekinger Regierung ist daran interessiert, dass ein chinesisches Staatsunternehmen das kanadische Kali-Unternehmen übernimmt. Kalisalze werden vor allem zu Düngemitteln verarbeitet. "Kali ist ein wichtiger Faktor in der landwirtschaftlichen Produktion eines jeden Landes", sagte ein Sprecher des Handelsministeriums. Deswegen gebe es Interesse chinesischer Unternehmen.
In seinem schriftlichen Hilfeersuchen an die Regierung argumentiert Sinochem laut "Economic Observer" damit, dass die Nahrungsmittelversorgung eine Frage der nationalen Sicherheit sei. Das boomende Riesenreich ist einer der grössten Nutzer von Düngemitteln weltweit und stark abhängig von Importen. Mit nur zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche der Erde muss China rund 20 Prozent der Weltbevölkerung ernähren.
2008 hat China 55 Prozent seiner Kali-Düngemittel importiert, 2009 immer noch 28 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte./lw/DP/nmu

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