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Chinesischer Telekomausrüster ZTE will zukaufen - Spekulationen um NSN

Dieser Inhalt wurde am 23. November 2009 - 08:30 publiziert

HAMBURG (awp international) - Der aufstrebende chinesische Telekomausrüster ZTE schaut sich nach Übernahmemöglichkeiten um. "Wir können unser bisheriges Wachstumstempo nur aufrechterhalten, wenn wir Unternehmen zukaufen", sagte der für das Tagesgeschäft zuständige Vorstand Tian Wenguo der "Financial Times Deutschland" (Montag). Konkrete Ziele gebe es indes noch keine, führte er aus.
An Kandidaten mangelt es nicht: Nokia und Siemens wird nachgesagt, sich von ihrem Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN) trennen zu wollen. Die Tochter beschert den Finnen und den Deutschen anhaltend hohe Verluste. Der krisengeschüttelte US-Telekomkonzern Motorola will sich aufspalten. Die insolvente kanadische Nortel Networks steckt gerade mitten im Verkauf.
ZTE WILL AUCH DIENSTLEISTUNGEN ANBIETEN
ZTE und sein heimischer Rivale Huawei setzen die etablierten Telekomausrüster schwer unter Druck. Mit günstigen Preisen drängen sie auf die Märkte der Welt und konnten auch bereits Kunden aus den Industrienationen gewinnen. Sie stellen so selbst für Branchenprimus Ericsson eine ernsthafte Konkurrenz dar.
Netzwerkausrüster wie NSN weichen inzwischen mehr und mehr auf das Servicegeschäft aus. Denn Abrechnungen oder der Betrieb ganzer Netze versprechen höhere Margen. Doch ZTE strebt auch in diese Nische, wie Tian Wenguo sagte: "Wir werden unseren Kunden künftig auch Dienstleistungen anbieten." Ein grosser Teil der Arbeit soll dabei von China aus erledigt werden. "Wir können so immer noch erheblich preisgünstiger sein als unsere Konkurrenz."
das/gr

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