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Muttenz (awp) - Der Chemiekonzern Clariant ist im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Restrukturierung wurde erfolgreich abgeschlossen und die Gruppe zeigt sich gut gerüstet für profitables Wachstum in der Zukunft. Dazu soll nicht zuletzt die angekündigte Übernahme der deutschen Süd-Chemie beitragen.
Für das vergangene Jahr weist Clariant einen Gewinn von 191 Mio CHF aus, nach einem Fehlbetrag von 194 Mio CHF im Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 8% auf 7'120 Mio CHF. In lokalen Währungen resultierte gar ein Plus von 13%. Dank besserer Auslastung der Kapazitäten, erfolgreichem Preismanagement und Senkung der Produktionskosten habe die Bruttomarge auf 27,9% gesteigert werden können, nach 23,5% im Vorjahr, schreibt Clariant am Mittwoch.
Der EBIT vor Sondereffekten stieg auf 696 (270) Mio CHF. Damit lag die entsprechende Marge bei 9,8 (4,1)% und somit im Rahmen der Guidance des Unternehmens, die auf "über 9%" gelautet hatte.
CEO Hariolf Kottmann bezeichnet 2010 als Meilenstein in der Geschichte von Clariant. "Das umfangreiche Restrukturierungsprogramm der letzten zwei Jahre ist erfolgreich abgeschlossen." Alle zu Beginn der Restrukturierung definierten Ziele seien erreicht worden. Clariant werde nun auf dem Erreichten weiter aufbauen. Ziel sei profitables Wachstum, um so Mehrwert zu schaffen, wird Kottmann zitiert.
Mit den vorgelegten Zahlen hat Clariant die Analysten-Prognosen (AWP-Konsens) auf Ebene Umsatz und Gewinn übertroffen, beim Betriebsgewinn hingegen leicht verfehlt.
Alle Business Units erreichten 2010 zum Teil deutliche Verbesserungen des Betriebsergebnisses und schrieben vor Einmaleffekten schwarze Zahlen. Dazu beigetragen hätten Kostensenkungen sowie die Optimierung der Strukturen und Prozesse, schreibt Clariant. Die Restrukturierungskosten und Wertminderungen werden für 2010 auf insgesamt 331 Mio CHF beziffert.
Im vierten Quartal wies das Unternehmen in Lokalwährung ein Umsatzwachstum um 8% auf 1'700 Mio CHF aus. In CHF resultierte dagegen ein kleines Minus von 1%. Gegenüber dem Vorjahr seien die Volumen um 4% und die Verkaufspreise ebenfalls um 4% in LW gestiegen. Im Vergleich zum Vorquartal erhöhten sich die Preise um 1%, die Rohstoffkosten blieben unverändert.
Die meisten Business Units hätten im letzten Jahresviertel eine solide zugrunde liegende Nachfrage verzeichnet. Operativ die besten Ergebnisse erwirtschafteten im Abschlussquartal die Bereiche Industrial & Consumer Specialties sowie Oil & Mining Services. Regional wurden in Europa und Nordamerika die höchsten Wachstumsraten erreicht.
Der für Clariant wichtige operative Cashflow lag mit 642 Mio CHF unter den 757 Mio des Vorjahreszeitraums. Zum Jahresende konnte die Nettoverschuldung auf 126 Mio CHF, nach 545 Mio CHF per Ende 2009 abgebaut werden. Gleichzeitig erhöhte sich die Cash-Position auf 1'419 (1'140) Mio CHF.
Mit Blick auf das angestrebte profitable Wachstum sowie die angekündigte Übernahme von Süd-Chemie schlägt der Verwaltungsrat wie im Vorjahr den Verzicht auf eine Dividende vor.
Im laufenden Jahr rechnet das Management mit einem stabilen Geschäftsumfeld und Wachstum vor allem in den Schwellenmärkten. Auf dieser Grundlage geht Clariant in Lokalwährung von einem Umsatzzuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich sowie von einer über dem Wert von 2010 liegende EBITDA-Marge vor Einmaleffekten aus.
Nach einer kurzen Entspannung im zweiten Halbjahr 2010 würden die Rohstoffpreise 2011 voraussichtlich wieder ansteigen, heisst es weiter. Clariant nimmt an, dass sich dieser Anstieg im hohen einstelligen Bereich bewegen wird.
gab/ra

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