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Muttenz (awp) - Die Clariant AG musste im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatzrückgang von 18% auf 6'614 (VJ 8'071) Mio CHF hinnehmen. In lokalen Währungen resultierte ein Minus von 14%. Im vierten Quartal verringerte sich der Umsatz in CHF wie auch in Landeswährungen um 2% auf 1'710 Mio CHF, wie das Chemieunternehmen am Dienstag mitteilte.
Vor Einmaleffekten sank der EBITDA im Gesamtjahr auf 495 (783) und der EBIT auf 270 (530) Mio CHF. Die EBIT-Marge nahm auf 4,1 (6,6)% ab. Unter dem Strich schrieb Clariant einen Verlust von 194 Mio CHF, nach einem Fehlbetrag von 37 Mio CHF im Vorjahr. Der operative Cashflow stellte sich bei 757 (391) Mio CHF ein.
Im vierten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen EBIT vor Einmaleffekten von 107 Mio CHF und übertraf damit wie zu früherem Zeitpunkt angekündigt die Vorjahresmarke von 42 Mio CHF deutlich. Im Quartal resultierte ein Nettoverlust von 67 (-207) Mio CHF. Alle Bereiche hätten sich im letzten Jahresviertel weiter stabilisiert, schreibt Clariant
Damit hat der Chemiekonzern die Analysten-Prognosen (AWP-Konsens) mit Ausnahmen des Umsatzes übertroffen. Analysten hatten durchschnittlich einen Umsatz von 6'620 Mio CHF und vor Einmaleffekten einen EBITDA von 486 Mio und einen EBIT von 257 Mio CHF prognostiziert. Der Konzernverlust wurde im Durchschnitt auf 204 Mio CHF erwartet.
"Im Jahr 2009 haben wir uns mit Erfolg darauf konzentriert, Cash zu generieren und Kosten und Komplexität zu reduzieren," wird CEO Hariolf Kottmann in der Mitteilung zitiert.
Durch erfolgreiches Preismanagement vermochte Clariant das Niveau der Verkaufspreise von 2008 zu halten. Die Rohstoffpreise hingegen sanken. Die Bruttomarge für das Gesamtjahr wird mit 28,2% ausgewiesen und lag damit nur leicht unter dem Vorjahresniveau von 28,7%.
Die Nettoverschuldung des Clariant-Konzerns lag per Ende 2009 auf 545 Mio CHF, nach 1'209 Mio CHF per Ende 2008. Das Gearing reduzierte sich deutlich auf 29 (61)%. Clariant wird wie im Vorjahr auf die Ausrichtung einer Dividende verzichten.
Clariant rechnet nicht mit einer nachhaltigen Erholung der globalen Wirtschaft, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Das Unternehmen gehe daher im laufenden Jahr von einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen im niedrigen einstelligen Bereich aus. Die EBIT-Marge vor Einmaleffekten werde voraussichtlich auf über 6% ansteigen. Der operative Cashflow dürfte "stark" bleiben, jedoch unter dem Niveau von 2009 liegen. Die Restrukturierungskosten summieren sich 2010 auf 200 bis 300 Mio CHF, teilte Clariant am Dienstag mit.
Bestätigt wurde das Ziel, bis zum Jahresende 2010 einen nachhaltig überdurchschnittlichen Ertrag aus dem investierten Kapital (ROIC) zu erzielen.
Im Rahmen des laufenden Programms "Global Asset Network Optimization" zur Strafung des Produktionsnetzwerks leitet Clariant weitere Massnahmen ein. Betroffen sind die Produktionsanlagen in Muttenz (Schweiz), Resende (Brasilien) und Thane (Indien). Von diesen Massnahmen werden rund 500 Stellen betroffen sein, davon ungefähr 400 in der Schweiz.
Konkret wird Clariant die Produktion von Textile Dyes und Textile Chemicals von Muttenz an Standorte in Asien verlagern. Ausserdem werde die Produktion von Paper Chemical nach Prat in Spanien verlegt. Bei der Produktion von Textilchemikalien in Resende werde es zu einer teilweisen Schliessung kommen und der Standort in Thane, Indien, soll ganz geschlossen werden.
Die Schliessungen und Verlagerungen werden zwischen 2011 und 2013 abgeschlossen.
gab/ra/ps

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