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Comet 2009: Reinverlust von 12,7 Mio CHF - Dividende gekürzt

Dieser Inhalt wurde am 01. April 2010 - 08:10 publiziert

Flamatt (awp) - Die zur Comet Holding AG gehörende Gruppe hat im Geschäftsjahr 2009 einen Rückgang des Umsatzes um rund einen Drittel erlitten und ist in die Verlustzone gerutscht. Die Dividende wurde entsprechend markant gekürzt. Dank der eingeleiteten Massnahmen zeigt sich das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr allerdings wieder zuversichtlicher und erwartet wieder anziehende Verkäufe und eine Rückkehr in die Gewinnzone.
Der Umsatz fiel um 32,3% auf 150,8 (VJ 222,6) Mio CHF zurück, entsprechend einem währungsbereinigten Minus von 31,2%. Dabei sei vor allem infolge des Aufschwungs in der Semiconductor-Industrie eine deutliche Erholung im zweiten Semester zu verspüren gewesen, wie der System- und Komponentenhersteller für zerstörungsfreie Materialprüfung, Sicherheit und Semicon am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang habe indes alle Divisionen und Regionen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass, betroffen.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA fiel auf -0,4 (+24,6) Mio CHF in den roten Bereich, was eine EBITDA-Marge von -0,3% (+11,0)% ergibt. Ohne Sonderaufwendungen hätte der EBITDA +5,3 Mio CHF betragen.
Auch der EBIT war mit -14,0 (+11,0) Mio CHF negativ. Das Betriebsergebnis sei vor allem durch einmalige Sonderaufwendungen in den Höhe von 7,0 Mio CHF belastet gewesen, wovon 5,0 Mio CHF aus Restrukturierungsmassnahmen resultierten und 2,0 Mio CHF aus der Abschreibung infolge der Einstellung der Minitube-Aktivitäten.
Der Reinverlust belief sich auf 12,7 Mio CHF, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 8,3 Mio CHF erzielt wurde. Entsprechend soll die Dividende auf 0,50 CHF von 3,00 CHF je Aktien gekürzt werden.
Dank eines "strikten Kostenmanagements" sei ein positiver Free Cashflow von 2,6 Mio CHF erzielt worden und die Eigenkapitalquote liege mit 48,9 (50,7)% noch immer auf einem soliden Niveau. Und dank der "frühzeitigen und konsequenten Umsetzung" der Kostensenkungsmassnahmen sei die Kostenbasis deutlich reduziert worden.
Von den Divisionen erlebten Vacuum Capacitors und Systems, deren Umsätze bereinigt um 38,9% auf 30,8 Mio CHF, bzw. um 32,4% auf 88,1 Mio CHF zurückfielen, den grössten Einbruch.
Die Division Modules & Components verzeichnete ein währungsbereinigtes Umsatzminus von 29,0% auf 78,6 Mio CHF, wobei im zweiten Semester 21,4% mehr Umsatz generiert wurde als im ersten.
Die Division Industrial X-Ray setzte mit 47,9 Mio CHF 20,8% weniger um als im Vorjahr. Dank optimierter Prozessabläufe im Produktionsbereich sei hier aber trotz des schwierigen Umfelds die Profitabilität gar verbessert worden.
Für das Geschäftsjahr 2010 zeigt sich Comet wieder zuversichtlicher. Der positivere Ausblick werde schon durch die Auszahlung einer Dividende reflektiert, heisst es.
Die aktuellen Auftragseingänge würden einen positiven Start ins Jahr 2010 signalisieren, wobei die Nachhaltigkeit der Erholung erst im Verlauf des Jahres beurteilt werden könne. Aus heutiger Sicht werde für das Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung um 15 bis 20% angestrebt und ein leicht positives Nettoergebnis erwartet. Für die Markterholung sei man dank der frühzeitig ergriffenen Massnahmen und der strukturell soliden Basis mit schlanken Prozessen gut aufgestellt.
cf/ch

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