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Commerzbank strafft Osteuropa-Sparte

FRANKFURT (awp international) - Die Commerzbank strafft ihre Osteuropa-Sparte. Das Firmenkundengeschäft soll künftig von der Mittelstandsbank übernommen werden, wie aus einem internen Schreiben der Bank hervorgeht, das der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX vorliegt. Die Osteuropa-Sparte selbst soll künftig das Universalbank- und Direktbankgeschäft vor allem in wachstumsstarken Märkten forcieren. Die Umstrukturierung soll bis Ende 2011 über die Bühne gehen, heisst es in dem Schreiben, aus dem zuerst die "Börsen-Zeitung" (Dienstag) berichtet hatte.
Durch die neue Struktur sollen die kleineren Firmenkunden-Einheiten "noch stärker vom wachsenden Geschäftspotenzial deutscher Banken im Cross-Border-Geschäft und dem erfolgreichen Geschäftsmodell der Mittelstandsbank im internationalen Geschäft profitieren". In Russland will die Commerzbank durch intensivere Zusammenarbeit mit der Sparte Corporates & Markets "weitere Ertragspotenziale" heben.
In Mittel- und Osteuropa will sich die Bank unterdessen verstärkt auf ihre Rolle als Universal- und Direktbank in denjenigen Kernmärkten konzentrieren, in denen sie Wettbewerbsvorteile und Potenzial für weiteres Wachstum sieht, sagt Spartenchef Andre Carls in einem intern veröffentlichten Interview. Der Fokus liege dabei unter anderem auf Polen und der Ukraine. Carls peilt weiteres Wachstum und "höhere Ergebnisbeiträge" an. Dies setze im jeweiligen Markt "entsprechende Grösse voraus, sprich: eine Marktposition in den vorderen Rängen".
In den betroffenen Einheiten in Russland, Tschechien, der Slowakei und in Ungarn arbeiten gut 300 Menschen. Auch wenn das Firmenkundengeschäft dort den Löwenanteil ausmacht, sollen die Bereiche zunächst bestehen bleiben. Auf längere Sicht freilich könnte ihr Fortbestand auf den Prüfstand kommen. Würden sie wegfallen, blieben vom Osteuropageschäft der Bank im Wesentlichen die polnische BRE Bank sowie die ukrainische Bank Forum übrig.
Im kommenden Jahr will die Commerzbank in der Osteuropa-Sparte operativ mehr als 350 Millionen Euro verdienen. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 53 Millionen Euro, die weitgehend von der polnischen Tochter erwirtschaftet wurden./stw/stb

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