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Commerzbank übertrifft alle Erwartungen - Vor Steuern schwarze Zahlen (AF)

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 08:17 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die Commerzbank hat mit ihrem Vorsteuergewinn alle Erwartungen übertroffen. Nach gut zwei Jahren kehrte die gebeutelte Bank vor Steuern mit einem Gewinn von 771 Millionen Euro in die schwarzen Zahlen zurück. "Wir sind nicht am Ziel", räumte Commerzbank-Chef Martin Blessing am Donnerstag in Frankfurt ein. Aber das Ergebnis zeige, dass die Bank auf dem richtigen Weg sei.
Eine niedrigere Risikovorsorge und ein positives Handelsergebnis im Investmentbanking hatten zu der positiven Entwicklung beigetragen. Ausserdem waren die Belastungen aus der Integration der Dresdner Bank deutlich zurückgegangen. Unterm Strich verdiente die Commerzbank 708 Millionen Euro nach einem Verlust von gut 860 Millionen Euro im Vorjahr. Damit lag die Bank weit über den Erwartungen von Analysten. Die Aktie legte vorbörslich rund eineinhalb Prozent zu.
Für das Gesamtjahr soll die Commerzbank allerdings nach wie vor nur Gewinn schreiben, wenn Konjunktur und Finanzmärkte mitspielen. Das Umfeld sei weiter fragil, und Rückschläge nicht auszuschliessen. Das zeige nicht zuletzt das Beispiel Griechenland, hiess es im Zwischenbericht. "Man kann ein gutes erstes Quartal nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen", warnte Finanzvorstand Eric Strutz. Spätestens 2011 will die Commerzbank im Konzern wieder einen Gewinn erwirtschaften.
"Insgesamt ist das erste Quartal 2010 besser gelaufen als ursprünglich angenommen", sagte Finanzvorstand Strutz. Die Kernsegmente der Commerzbank Privatkunden, Mittelstandsbank, das Osteuropageschäft sowie das Investmentbanking lieferten operativ ein positives Ergebnis ab. Auch das Ergebnis der Problembereiche Asset Based Finance (ABF), in dem Immobilien- und Schiffsfinanzierung gefasst sind, sowie die Portfolio Restructuring Unit (PRU) fiel besser aus. Die Integration der Dresdner Bank verlaufe nach Plan.
Für faule Kredite legte die Commerzbank nur noch 644 Millionen Euro zurück - rund 200 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Darin spiegele sich auch die verbesserte wirtschaftliche Situation vieler Commerzbank-Kunden wieder, hiess es. Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro, auch der Provisionsüberschuss legte angesichts der steigenden Zahl von Wertpapiergeschäften zu. Das Handelsergebnis belief sich auf 850 Millionen Euro (Vorjahresquartal -527 Mio Euro). Die Kapitalquote (Tier 1) belief sich Ende März auf 10,8 Prozent./gr/zb

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