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STUTTGART/HERZOGENAURACH (awp international) - Conti-Chef Elmar Degenhart will künftig gemeinsam mit Grossaktionär Schaeffler die Schlagkraft erhöhen. Dies könne durch ein kombiniertes Unternehmen gelingen, sagte Degenhart am Mittwochabend im Stuttgarter Wirtschaftspresseclub. Die Produktangebote beider Unternehmen ergänzten sich ideal. "Es gibt kaum Überlappungen."
Die Herzogenauracher Schaeffler-Gruppe hatte sich mit der Übernahme des deutlich grösseren Autozulieferers Continental beinahe verhoben und einen massiven Schuldenberg angehäuft. Schaeffler strebt einen Zusammenschluss beider Unternehmen an, will sich aber noch Zeit lassen. Konkrete Pläne gibt es noch nicht.
Operativ arbeiteten die Unternehmen aber längst zusammen, wenn es für beide Seiten Vorteile bringe, betonte Degenhart. Ein Beispiel dafür sei das Geschäft mit Turboladern. Conti sei dabei für die Entwicklung, den Vertrieb und den Einkauf zuständig, Schaeffler für die Produktion. "So könnte das Modell der Zukunft bei der Zusammenarbeit aussehen", sagte Degenhart.
Die Hannoveraner wollen künftig stärker von boomenden Automärkten wie China profitieren. Conti peile ein überproportionales Wachstum in China, Indien, Thailand und Indonesien an, sagte Degenhart. Dies gelte aber auch für Wachstumsregionen ausserhalb Asiens wie Brasilien und Russland.
Insgesamt richtet sich Conti 2011 auf ein abgeschwächtes Wachstum des Automobilmarktes ein. "Die Aufschwungphase wird sich fortsetzen, aber nicht in der Geschwindigkeit der vergangenen neun Monate", betonte Degenhart. Für 2010 rechne er mit einem Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion auf mehr als 68 Millionen Autos. In Europa und Amerika geht Degenhart von einer stagnierenden oder leicht steigenden Autoproduktion aus. "In Asien wird es grossen Zuwachs geben."/sba/glb/DP/he

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