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Continental-Kapitalerhöhung auf gutem Weg (Kreise)

Dieser Inhalt wurde am 18. November 2009 - 14:10 publiziert

HANNOVER (awp international) - Die geplante milliardenschwere Kapitalerhöhung beim finanziell angeschlagenen Autozulieferer Continental ist auf einem guten Weg. Wie am Mittwoch aus Branchenkreisen verlautete, könne sie bereits im Januar 2010 über die Bühne gehen. "Je früher, desto besser", hiess es. Es gehe allerdings um eine Gesamtfinanzierung bei der Conti. Erst wenn diese stehe, werde sich die Kapitalerhöhung abspielen.
Conti-Chef Elmar Degenhart hatte Ende Oktober angekündigt, bis Ende März 2010 solle Conti mit einer Kapitalerhöhung von einer bis 1,5 Milliarden Euro wieder auf eine stabilere Finanzbasis gestellt werden. Conti ist mit knapp zehn Milliarden Euro verschuldet. Sprecher von Conti sowie Grossaktionär Schaeffler lehnten Stellungnahmen ab.
Neben den Vorbereitungen einer Kapitalerhöhung laufen derzeit auch Verhandlungen mit den Gläubigerbanken über die Umschuldung einer Conti-Kredittranche von 3,5 Milliarden Euro. Diese wird im August 2010 fällig. Conti ist wegen der Übernahme der früheren Siemens-Tochter VDO hoch verschuldet.
In den Branchenkreisen hiess es, die Kapitalerhöhung dürfe nicht einzeln betrachtet werden. "Conti macht mit der Kapitalerhöhung einen Sprung, steht danach aber immer noch im Wasser." Als mögliche weitere Massnahme im Rahmen einer Gesamtfinanzierung gilt etwa eine Wandelanleihe.
Bei einer Kapitalerhöhung dürfte der Anteil von Conti-Grossaktionär Schaeffler verwässert werden, weil das hoch verschuldete Familienunternehmen aus Herzogenaurach aller Voraussicht nach keine weiteren Conti-Aktien kaufen würde. Es gilt jedoch als sicher, dass Schaeffler darauf achtet, nach der Kapitalerhöhung mindestens 75,1 Prozent an der Conti zu behalten. Dann könnte Schaeffler Conti später beherrschen.
Schaeffler darf derzeit gemäss einer Investorenvereinbarung mit Conti nur knapp die Hälfte der Conti-Aktien direkt halten. Weitere 40 Prozent sind bei Banken geparkt. Das Familienunternehmen war wegen des Erwerbs der Mehrheit an Conti in eine finanzielle Schieflage geraten, hatte sich aber im Sommer mit den Banken auf ein Finanzierungskonzept für die nächsten Jahre geeinigt./hoe/DP/zb

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