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Continental verkleinert Vorstand - Reifengeschäft in einer Hand

HANNOVER (awp international) - Der Autozulieferer Continental verkleinert seinen Vorstand und legt die Verantwortung für die Reifen für Personenwagen und Nutzfahrzeuge in eine Hand. Ab 1. August würden beide Divisionen von Nikolai Setzer (40) geführt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Er war seit August 2009 für die Pkw-Reifen zuständig. Sein Kollege Hans-Joachim Nikolin (55) scheidet dagegen Ende Juli "im besten beiderseitigen Einvernehmen" aus dem Unternehmen aus, hiess es in der Mitteilung. Conti-Chef Elmar Degenhart dankte Nikolin für seine langjährige Arbeit im Unternehmen und bedauerte sein Ausscheiden. Auch Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle verabschiedete Nikolin, der dem Vorstand zwölf Jahre angehörte, mit persönlichem Dank.
"Das Reifengeschäft zählt zur Kernkompetenz von Continental", sagte Degenhart laut Mitteilung. "Die zugehörigen Geschäftsfelder bei Pkw- und Nutzfahrzeugreifen stehen zusehends vor ähnlichen, grossen Herausforderungen und rücken daher immer näher zusammen." Conti hat bei den Reifen mit steigenden Rohstoffkosten zu kämpfen, allen voran für Natur-Kautschuk. In der Branche wurde immer wieder eine Abspaltung der Reifensparte vom übrigen Autozulieferergeschäft von Conti diskutiert. Besonders in der Krise entpuppte sich das Reifengeschäft aber als stabiler Gewinnbringer für den Konzern.
Die Nutzfahrzeugreifen sind den Angaben zufolge mit Abstand die kleinste Division des Konzerns. Im vergangenen Jahr wurde in dem Bereich ein Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 50 Millionen Euro erzielt. Die Division beschäftigt rund 7.100 Menschen. Dagegen arbeiten für die Pkw-Reifen 28.200 Beschäftigte. Hier wurden Erlöse von 5,8 Milliarden Euro sowie ein EBIT von fast 1 Milliarde Euro verbucht. Zusammengenommen stellt das Reifengeschäft nun die grösste Division im Konzern dar./dct/wiz

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