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Conzzeta 2009: Umsatz 955,2 Mio CHF, knapper Reingewinn - Dividende halbiert

Dieser Inhalt wurde am 30. März 2010 - 07:50 publiziert

Zürich (awp) - Die Conzzeta Holding AG hat im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatzeinbruch um 35,1% auf 955,2 (VJ 1'472,5) Mio CHF erlitten. Bereinigt um negative Währungseinflüsse von 2,4% sowie geringfügige Effekte im Konsolidierungskreis lag das Minus bei 32,6%. Die um Bestandesänderungen und Eigenleistungen bereinigte Gesamtleistung sank um 39,3% auf 904,5 (1'489,5) Mio CHF, wie die in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Konsum- und Industrieprodukte sowie Immobilien tätige Industrieholding am Dienstag mitteilte.
Es resultierte ein Verlust auf Stufe EBIT von 1,4 Mio CHF, nach einem positiven EBIT von 97,8 Mio CHF im Vorjahr. Darin enthalten seien Einmalkosten für Kapazitätsanpassungen in der Höhe von 22,3 Mio CHF.
Das Reinergebnis blieb dagegen knapp positiv und erreichte 3,3 (+78,8) Mio CHF. Es wurde positiv beeinflusst von einem ausserordentlichen Gewinn aus dem Verkauf nichtbetriebsnotwendiger Liegenschaften in der Höhe von 11 Mio CHF. Die Dividende soll auf 30 (60) CHF je Inhaberaktie und 6 (12) CHF je Namenaktie halbiert werden.
Damit hat Conzzeta die Erwartungen der Bank Vontobel übertroffen. Die Bank hatte einen Umsatz von 933,3 Mio CHF, einen EBIT von -39,8 Mio CHF sowie einen Reinverlust von 23,1 Mio CHF prognostiziert.
Der Geschäftsgang sei stark von der Wirtschaftskrise geprägt gewesen, heisst es. Mit Ausnahme des Geschäftsbereichs Sportartikel, der Mammut Sports Group, mit einem Umsatzplus von 11,8%, hätten alle Geschäftsbereiche Umsatzeinbussen verzeichnet. Trotz noch guter Auftragsbestände aus dem Jahr 2008 seien die Geschäftsbereiche im Maschinen- und Anlagenbau "extrem stark" vom abrupten Abschwung der Weltwirtschaft betroffen gewesen und hätten bereits im Frühjahr 2009 Kurzarbeit eingeführt. So seien die Kapazitäten in den Geschäftsbereichen Systeme für Blechbearbeitung, Systeme für Glasbearbeitung, Automationssysteme und Schaumstoffe dem schwächeren Marktumfeld angepasst worden.
Mit Blick in die Zukunft erklärte Conzzeta, eine Aussage zur Wirtschaftsentwicklung für das Jahr 2010 bleibe schwierig. Die Zeichen einer langsamen Erholung der internationalen Wirtschaft würden sich mehren, was auch auf eine Besserung des Umfeldes für die Geschäftsbereiche von Conzzeta hoffen lasse. Im Investitionsgütersektor seien Tendenzen einer langsamen Erholung auszumachen, die Erholung der Bestellungseingänge verlaufe aber noch wechselhaft. Ausserdem begännen die Bereiche im Maschinen- und Anlagebau das Jahr 2010 mit einem vergleichsweise deutlich tieferen Auftragsbestand.
Das Jahr 2010 dürfte gemäss Conzzeta deshalb anspruchsvoll bleiben. Im Konsumgütersektor sei nicht damit zu rechnen, dass die Zuwachsraten der früheren Jahre wieder erreicht werden und der Maschinen- und Anlagenbau werde noch nicht zu früherer Stärke zurückfinden.
Es sei das Ziel für 2010, wieder in die Gewinnzone zurückzukehren, wozu die gesunde Finanzierungsstruktur und die Kapazitätsanpassungen beitragen würden.
cf/ch

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