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Coop krempelt Logistik um

Die meisten Coop-Verteilzentren werden in sogenannte Drehscheiben umgebaut oder geschlossen.

(Keystone)

Der Grossverteiler Coop krempelt seine Logistik um und will damit jährlich 50 bis 60 Mio. Franken sparen. Von den heute 26 Verteilzentren bleiben nur sieben, die übrigen werden zu Drehscheiben umgebaut, geschlossen oder umgenutzt. Bis 2005 fallen 150 bis 215 Stellen weg. Entlassungen soll es nicht geben.

Laut der am Freitag (16.02.) in Muttenz vorgestellten Logistikstrategie 2005 „CoopForte" verfügt der Grossverteiler mit heute 26 Verteilzentralen über zu viel Kapazität. Um die Logistikkosten jährlich um ungefähr 50 Millionen Franken zu senken, werden nun die Warenflüsse neu aufgeteilt.

„Frische", „Kälte" und „Hartwaren"

Für die Belieferung der Läden werden neu drei Kategorien gebildet: „Frische" mit Früchten, Gemüse und Backwaren, die auf dem gleichen Fahrzeug vor Ladenöffnung sowie in einer zweiten Tour im Laufe des Tages geliefert werden. „Kälte" mit Milchprodukten und Fleischwaren, die in Kühlfahrzeugen während des ganzen Tages ausgeliefert werden sowie die `Hartwaren" (Allgemeine Waren, Getränke, Non Food, Aktionen), welche ebenfalls während des ganzen Tages geliefert werden. Für die Bau- und Hobbymärkte wird eine autonome Logistik mit Direktbelieferung ab Gwatt und Langenthal aufgebaut.

Keine Entlassungen geplant

Der mit der neuen Struktur erzielbare Zusatznutzen durch Einsparungen liegt laut Coop bei ungefähr 55 Mio. Franken pro Jahr. Den Investitionsaufwand beziffert der Grossverteiler mit ungefähr 42 Mio. Franken.

Dem neuen Konzept fallen in den kommenden vier Jahren 150 bis 215 Arbeitsplätze zum Opfer. Zu Entlassungen soll es nicht kommen, gleichwertige Arbeitsplätze würden offeriert.

Gewerkschaften nicht glücklich

Die Gewerkschaft VHTL bedauert den geplanten Stellenabbau bei Coop im Rahmen der Reorganisation der Verteilzentralen. Für die betroffenen 150 bis 215 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sei ein Sozialplan zu erstellen.

Die Gewerkschaft Verkauf, Handel, Transport, Lebensmittel (VHTL) anerkenne die Notwendigkeit einer Restrukturierung, heisst es in einer Mitteilung. Die Gewerkschaft werde die Umstrukturierung aber genau beobachten und intervenieren, falls sie nicht sozialverträglich umgesetzt werde.

Insbesondere sei die Zumutbarkeit neuer Arbeitsplätze zu definieren. Ausserdem seien Bestimmungen über vorzeitige Pensionierungen sowie Weg-, Umzugs- und allfällige Abgangsentschädigungen nötig.

Die betroffenen Zentralen

Als Verteilzentralen bestehen bleiben Satigny (GE), Bern, Basel, Schafisheim (AG), Zürich, Kriens (LU) und Gossau (SG). Zu so genannten Drehscheiben - Verteilzentralen mit reduzierten Funktionen - werden La Chaux-de-Fonds (NE), Chateauneuf (VS), Chur sowie das in Planung stehende Castione (TI). Um- beziehungsweise ausgebaut werden die Verteilzentren Wangen (SO), Pratteln (BL), Hinwil (ZH), Givisiez (FR), Gwatt (BE) und Langenthal (BE). Geschlossen oder für eine neue Nutzung frei werden die Verteilzentralen Renens (VD), Crissier (VD), Freiburg, Bützberg (BE) und Frenkendorf (BL). Die Verteilzentren Arbedo (TI), Taverne (TI) und eventuell auch Genestriero sollen durch das Zentrum Castione ersetzt werden.

swissinfo und Agenturen


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