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Coronavirus: Die Situation in der Schweiz

Alexandra Wey/Keystone

Der Nationalrat erhöht den Druck auf den Bundesrat. In einer am Mittwoch verabschiedeten Erklärung fordert die grosse Parlamentskammer schnellere Lockerungen der Corona-Massnahmen.

Dieser Inhalt wurde am 03. März 2021 - 16:02 publiziert
swissinfo.ch, mit SRF und SDA

Neueste Entwicklungen

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  • Der Nationalrat nahm die Erklärung mit 97 zu 90 Stimmen bei 6 Enthaltungen an. Die Regierung soll am 22. März Gastro-, Freizeit-, Kultur- und Sport-Betriebe öffnen. Die Erklärung hat aber keinen bindenden Charakter für den Bundesrat, er muss nicht danach handeln.
  • Am 1. März traten in der Schweiz erste Lockerungsschritte in Kraft. Darunter unter anderem die Öffnung aller Geschäfte, Treffen von Gruppen bis 15 Personen draussen und Öffnung der Aussenbereiche von Zoos, botanischen Gärten, u.ä. Im Detail finden Sie die Lockerungsschritte bei SRF NewsExterner Link.
  • Die Zahl der Coronavirus-Ansteckungen stagniert gegenwärtig laut Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit, in allen Regionen der Schweiz. Man wisse nicht, wie sich die Lockerungen auf die Lage auswirkten. Zudem sei möglich, dass die Anzahl Ansteckungen ähnlich wie in den Nachbarländern wegen der Mutationen wieder ansteigen würden.
  • Positive Auswirkungen auf die Lage habe das warme Wetter, sagte Masserey. Weiter schreite die Impfung der Risikopersonen voran. 808'000 Personen wurden bisher geimpft. Die Impfquote pro 100 Einwohner beträgt neu 9,34. In den Altersheimen seien praktisch alle Bewohnerinnen und Bewohner geimpft, so Masserey. Bei den über 65-Jährigen gebe es keine Übersterblichkeit mehr.
  • Für Freitag, 5. März, dem Jahrestag des ersten Todesfalls im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der Schweiz, ruft Bundespräsident Guy Parmelin zu einer Gedenkminute auf.
  • Die vollständigen aktualisierten Daten zur Pandemie finden Sie hier.
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Die neusten Schlagzeilen zur Pandemie

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Was ist der aktuelle Stand punkto Corona-Impfung?

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  • Der Corona-Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer darf in den USA ab sofort bis zu zwei Wochen bei Temperaturen eines normalen Gefrierfachs transportiert und gelagert werden. Dies gab die Lebens- und Arzneimittelbehörde der USA (FDA) bekannt. Das wird die Handhabung des Impfstoffs erleichtern. 
  • Nach bisherigen Weisungen musste der Impfstoff bei minus 80 bis minus 60 Grad Celsius transportiert und gelagert werden, was bei der nötigen Logistik von Impfkampagnen eine zusätzliche Herausforderung ist.
  • Zugelassen sind in der Schweiz bisher die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.
  • Die Zulassung des Impfstoffs von Astra-Zeneca verzögert sich, weil laut Swissmedic die eingereichten Daten nicht ausreichen. Die Zulassungsbehörde fordert weitere Studien. Laut Medienberichten könnte die Schweiz sogar prüfen, vom Vertrag mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern zurücktreten. Derweil attestiert eine neue britische Studie dem Corona-Impfstoff von Astra-Zeneca sehr gute Wirksamkeit.
  • Der Bund hat drei weitere Verträge für Impfstoffe unterzeichnet: Mit dem deutschen Pharmaunternehmen Curevac und der schwedischen Regierung hat der Bund einen Vertrag über die Lieferung von 5 Millionen Impfdosen abgeschlossen. Mit Novavax schloss er einen Vorvertrag über 6 Millionen Impfdosen. Gleichzeitig sichert sich der Bund weitere 6 Millionen Impfdosen von Moderna.
  • Die Impfung ist gratis und nicht obligatorisch. Erste Priorität beim Impfen haben Personen über 75 Jahre und solche mit chronischen Krankheiten.
  • Der Bund übernimmt die Kosten für die Impfung neu auch für Personen, die in der Schweiz leben, aber nicht obligatorisch krankenversichert sind, etwa Diplomatinnen und Diplomaten.
  • Ebenfalls kostenlos ist die Impfung für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die nicht in der Schweiz versichert sind und in Schweizer Gesundheitseinrichtungen arbeiten.
  • Betroffen von der neuen Regelung sind schätzungsweise 150'000 Personen. Der Bundesrat rechnet mit zusätzlichen Kosten von 3,5 Millionen Franken. Die Regelung gilt rückwirkend auf den 4. Januar 2021.
swissinfo.ch

Welche Regeln gelten?

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Für die Einreise in die Schweiz gilt ab dem 8. Februar:

  • Einreisende aus Staaten oder Gebieten mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko müssen künftig einen negativen PCR-Test vorweisen können, der nicht älter als 72 Stunden ist. Anschliessend begeben sie sich wie bisher in eine 10-tägige Quarantäne. Sie können diese jedoch ab dem 7. Tag verlassen, falls ein negatives Testresultat vorliegt.
  • Davon ausgenommen sind Grenzgängerinnen und Grenzgänger.
  • Bei sämtlichen Einreisen per Flugzeug ist ein negatives PCR-Testresultat vorzuweisen. Die Kontrolle erfolgt vor dem Einsteigen ins Flugzeug.
  • Alle Einreisenden müssen, falls sie per Flugzeug, Schiff, Bus oder Zug einreisen, ihre Kontaktdaten mittels eines elektronischen Einreiseformulars erfassen.
  • Das Einreiseformular und alle relevanten Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesamts für GesundheitExterner Link.

Diese Massnahmen gelten schweizweit bis Ende Februar:

  • Restaurants müssen schliessen. Offen bleiben dürfen nur Betriebskantinen sowie die Restauration für Hotelgäste. Take-away-Angebote und Lieferdienste bleiben erlaubt.
  • Läden für Güter des nicht-täglichen Bedarfs sind seit 18. Januar geschlossen.
  • Sportbetriebe müssen schliessen. Im Freien darf Sport in Gruppen bis maximal fünf Personen getrieben werden. Profispiele können ohne Publikum stattfinden. Sportliche und kulturelle Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen vor ihrem 16. Geburtstag sind mit Ausnahme von Wettkämpfen weiterhin erlaubt.
  • Museen, Kinos, Bibliotheken, Casinos, botanische Gärten und Zoos sowie andere Kultur- und Freizeiteinrichtungen werden geschlossen. Veranstaltungen mit Publikum sind verboten.
  • Die Anzahl Personen, die sich gleichzeitig in den noch geöffneten Einkaufsläden aufhalten dürfen, wird weiter eingeschränkt. Die maximale Personenzahl ist dabei abhängig von der frei zugänglichen Ladenfläche.
  • Die Bevölkerung wird dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die Menschen sollen ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken sowie auf nicht-notwendige Reisen und auf Ausflüge verzichten.

Weiterhin gilt:

  • Maskenpflicht: In den Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben sowie auf Märkten muss eine Maske getragen werden. Eine Maskenpflicht gilt auch in belebten Fussgängerbereichen und überall dort, wo der erforderliche Abstand im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann. Auch in Schulen ab der Sekundarstufe II gilt eine Maskenpflicht. Ebenso gilt eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz, es sei denn der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen kann eingehalten werden, zum Beispiel in Einzelbüros.
  • Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder bis zu 12 Jahren, Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können und Gäste in Restaurants und Bars, wenn sie am Tisch sitzen.
  • Hochschulen müssen auf Präsenzunterricht verzichten.
  • Für Einreisende aus gewissen Staaten und Gebieten gilt eine Quarantänepflicht. Weitere Informationen und eine Liste der Risikoländer finden Sie hierExterner Link.
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Wie viele Personen sind in der Schweiz infiziert?

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Die Kurve der Corona-Neuinfektionen hat sich abgeflacht. Aktuelle Zahlen ersehen Sie in unserer laufend aktualisierten Grafik.

Zur Quelle: Seit dem 9. Juli stützen wir uns für die Anzahl der bestätigten Fälle wieder auf das Bundesamt für Gesundheit (BAG), da einige Kantone die Zahlen nicht mehr regelmässig publizieren. Davor stammten die Zahlen von einer direkten und validierten Quelle der Kantone.

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Wie ist die Situation international?

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Wie andere Länder die Corona-Pandemie bekämpfen, können Sie in der Übersicht über die internationale LageExterner Link bei SRF News lesen.

Die folgende Grafik zeigt einen internationalen Vergleich mit absoluten Zahlen.

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Sind Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer speziell betroffen?

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Viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer stehen angesichts dieser Pandemie vor grossen finanziellen Schwierigkeiten. In Ländern, in denen die Löhne niedrig, die Ersparnisse knapp und die öffentlichen Unterstützungsmassnahmen dürftig sind, stehen viele von ihnen vor wichtigen Entscheidungen. Deshalb gibt es Unterstützung durch den Bund: Bisher haben 56 Schweizerinnen und Schweizer in einer Notsituation Unterstützung vom Bund erhalten.

Nach Angaben des EDA wurde Sozialhilfe an 16 in Europa lebende Schweizer Bürgerinnen und Bürger gezahlt, davon 12 in Spanien. In Asien haben 14 Schweizer Staatsangehörige diese Hilfe erhalten. Weitere 10 in Südamerika, 9 in Afrika und 7 in Nordamerika.

Diese an Corona gebundene Sozialhilfe ist den individuellen Lebensbedingungen angepasst, so das EDA. Sie beläuft sich derzeit auf rund 60'000 Franken, was nur einen kleinen Teil der gesamten Sozialhilfe ausmacht, die Bern den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern gewährt. Die diesjährige Gesamtsumme beläuft sich auf 800'000 Franken. Im letzten Jahr waren es 900'000 Franken.

Damit unterstützt der Bund Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, ihre Betriebe schliessen mussten oder deren Einkommen so tief gesunken sind, dass ihre Existenz nicht mehr gesichert ist. Unterstützt wurden auch Personen, die im Tourismussektor tätig sind und deren Einkommen nicht ausreichend war.

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Schweizer Bürgerinnen und Bürger können sich an alle Schweizer Vertretungen im Ausland wenden. Die Situation in Bezug auf Reiseverbote oder -beschränkungen und andere Grenzschliessungen ändert sich von Tag zu Tag. Aktuell sind aufgrund der Reisebeschränkungen noch immer viele Doppelbürger von Quarantänen und Stornierungen betroffen.

Wo finde ich mehr Informationen? 

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Hier eine Liste der Links, wo Sie jederzeit selbst die aktuellen Updates aus erster Hand erfahren können. 

Bundesamt für Gesundheit (BAG)Externer Link

Weltgesundheits-Organisation (WHO)Externer Link

Internationale ÜbersichtskarteExterner Link
 

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