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Credit Suisse passt Struktur für Boni-Zahlungen an (AF)

Dieser Inhalt wurde am 20. Oktober 2009 - 18:10 publiziert

Zürich (awp/sda) - Die Credit Suisse übernimmt bei den Boni eine Vorreiterrolle: Sie passt ihre Vergütungsstruktur den jüngsten von der G20 angekündigten Richtlinien an. Betroffen sind die zwei obersten Führungsebenen und damit etwa 7'000 Mitarbeitende.
Sie bekommen neu zwar höhere Fixanteile, dafür kleinere Boni. Zudem hat die CS zwei neue Instrumente kreiert, mit denen sich Erfolg nur langfristig bezahlt macht. Dies war auch das Anliegen der wichtigsten 20 Wirtschaftsnationen (G20) am Gipfeltreffen in Pittsburgh im September.
"Die Vergütungsprinzipien und die Anzreisysteme in der Finanzbranche werden gegenwärtig intensiv diskutiert", wird CEO Brady Dougan in der Mitteilung vom Dienstag zitiert. "Mit den heute angekündigten Änderungen in unserer Vergütungsstruktur bringen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit in der Vergütung, die Interessen unserer Aktionäre und die Anliegen von Aufsichtsbehörden, Politik und Öffentlichkeit in ein gutes Gleichgewicht".
Die neuen Instrumente beziehen sich auf so genannt aufgeschobene, variable Vergütungen. Bonuswerte über 125'000 CHF gehen teilweise in diese Instrumente - je höher der Bonus, desto höher der Anteil, der aufgeschoben wird und damit über eine gewisse Zeit gesperrt bleibt.
Zum einen Teil werden solche Boni neu über so genannte "Scaled Incentive Share Units" (SISU) abgerechnet, zum anderen über das Instrument namens "Adjustable Performance Plan Awards" (Appa).
SISU ist ein aktienbasiertes Instrument, bei dem der Bonus über vier Jahre vom Aktienpreis und von der Eigenkapitalrendite abhängt. Bei Appa bleiben die Zahlungen drei Jahre gesperrt und richten sich am Erfolg des Geschäftsbereichs sowie an der Eigenkapitalrendite aus. Hierbei geht es auch um Anpassungen nach unten oder um den gesamten Verlust.
Die neuen Instrumente sowie der höhere Anteil des Basissalärs sind für die CS eine Massnahme in einer Reihe von Neuerungen. So hatte sie gemäss eigenen Angaben unter anderem bereits die Geschäftsstrategie angepasst sowie die Risikopositionen abgebaut.
Die Finanzmarktaufsicht (Finma) beurteilt die Änderungen als "Schritt in die richtige Richtung", wie Mediensprecher Alain Bichsel auf Anfrage der SDA sagte. Weiter kommentiert wird die neue Vergütungsstruktur aber nicht, denn die Finma wird im November neue Vergütungsregeln publizieren.
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