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Zürich (awp) - Die Credit Suisse hat im vierten Quartal unter dem Strich wie erwartet weniger verdient als im Vorquartal. Der Reingewinn fiel auch unter den Markterwartungen aus, wogegen das operative Ergebnis den Prognosen entsprach und der Zufluss neuer Kundengelder gar leicht darüber lag. Das Management hat die Zielwerte zur Eigenkapitalrendite gesenkt, zeigt sich für 2011 aber trotzdem zuversichtlich. Analysten bezeichneten das Ergebnis als wenig inspirierend. Die Senkung des Eigenkapitalrenditeziels sowie die für 2010 deutlich gekürzte Dividende wurden vom Markt nicht goutiert und brachten die Aktie stark unter Druck.
ZIEL FÜR EIGENKAPITALRENDITE AUF 15% VON 18% GESENKT
CS-CEO Brady Dougan zeigte sich anlässlich der Bilanzmedienkonferenz in Zürich mit dem Erreichten zufrieden, insbesondere mit der Eigenkapitalrendite von 14,4% fürs Gesamtjahr. Im Branchenvergleich sei dies ein ausgezeichneter Wert, meinte er. Mittelfristig hat sich die Bank allerdings ein neues Ziel von über 15% verglichen mit bisher 18% gesetzt. Die Reduktion begründete der Bankchef mit den im Rahmen der neuen Regulierungsvorschriften geforderten höheren Kapitalerfordernissen. Für Dougan stellen die 15% ein realistisches Ziel dar, das "hoffentlich" übertroffen werden könne.
PRIVATE BANKING ERHÖHT BRUTTOGEWINNMARGE
Das Institut verzeichnete im vierten Quartal einen Neugeldzufluss von 13,9 Mrd CHF nach 14,6 Mrd CHF im Vorquartal. Im Gesamtjahr wurden 69,0 (VJ 44,2) Mrd CHF neue Gelder akquiriert. Per Ende Dezember verwaltete die CS Vermögen in der Höhe von 1'253 Mrd CHF (Ende September: 1'251 Mrd).
Dem Private Banking strömten im vierten Quartal neue Gelder im Umfang von 9,6 Mrd CHF nach 12,6 Mio CHF im dritten Jahresviertel zu.
Operativ blieb das Private Banking mit einem Vorsteuergewinn von 824 Mio CHF im vierten Quartal - bedingt u.a. durch die Stärke des Frankens - 1% unter dem Vorquartalswert. Die Division vermochte indes ihre Bruttomarge um 2 Basispunkte auf 120 Bp zu erhöhen, was die Bank auf die um 12% höheren transaktionsabhängigen Erträge bei einem um durchschnittlich 2,1% höheren verwalteten Vermögen zurückführt. Auf Jahresvergleichsbasis resultierte ein Rückgang des Vorsteuergewinns um 6% auf 3'426 Mio CHF.
Ein Steigerung des Vorsteuergewinns gegenüber dem Vorquartal um 41% auf 558 Mio CHF erzielte das Investment Banking. Im Ergebnis enthalten sind negative Marktwertanpassungen auf dem CS-Fremdkapital in Höhe von 54 Mio CHF. Das Investment Banking vermochte gemäss Dougan seine Marktanteil zu halten oder gar zu erhöhen. Im Gesamtjahresvergleich verzeichnete die Division einen Gewinnrückgang von 48% auf 3'531 Mio CHF.
Das Asset Management schliesslich erzielte im vierten Quartal einen Vorsteuergewinn von CHF 180 Mio (+3% gegenüber dem dritten Quartal), darin enthalten sind Anlagegewinne von 95 Mio.
Unter dem Strich verblieb für das Quartal ein den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von 841 Mio CHF, verglichen mit 609 Mio CHF im dritten Quartal. Im Gesamtjahr verdiente die Bank 5,1 Mrd CHF nach einem Gewinn von 6,7 Mrd 2009.
Weiter gestärkt wurde die Kapitalbasis. So stieg die Kernkapitalquote (Tier-1) zum Jahresende auf 17,2% nach 16,7% per Ende September 2010.
ZUVERSICHTLICH FÜR 2011
Das laufende Jahr hat die CS gemäss Dougan gut in Angriff genommen. Die Bank sei stark in den Januar gestartet, sagte der Konzernchef. Doch warnte Dougan davor, die Entwicklung der ersten paar Wochen auf das Gesamtjahr fortzuschreiben. Es müsse erst abgewartet werden, wie sich die Märkte in den kommenden Quartalen entwickeln würden.
Die Analysten hatten in ihren ersten Kommentaren an den Zahlen wenig auszusetzen. Die Experten sehen in der Senkung des Ziels für die Eigenkapitalrenditeziel sowie in der tiefer als erwartet ausgefallenen Dividende Gründe dafür, weshalb die Marktteilnehmer negativ auf das Ergebnis reagierten; die CS will für 2010 eine Dividende von 1,30 CHF nach 2,00 CHF im Vorjahr zahlen. Analysten hatten mit einer Dividende um 1,50 CHF gerechnet.
Die CS-Titel gaben dennoch deutlich Boden preis. Bis gegen 14.00 Uhr verlieren sie 5,3% auf 42,35 CHF und sind damit das klare Schlusslicht unter den Blue Chips. Die Valoren der Konkurentin UBS geben 0,9% nach und der SMI 0,7%
sig/ug/ra

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