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Creutzfeld-Jakob-Krankheit: Ansteckungsgefahr im Spital?

Sollen Operationsinstrumente nach Gebrauch entsorgt werden?

(Keystone)

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) trifft vorbeugende Massnahmen gegen die menschliche Form von Rinderwahnsinn (BSE): Ein Forschungs-Programm soll darüber Auskunft geben, wie diese Krankheit in Spitälern von Mensch zu Mensch übertragen werden könnte.

Die Gefahr einer Creutzfeld-Jakob-Ansteckung von Mensch zu Mensch im Spital bestehe nicht nur bei Bluttransfusionen, sondern auch dort, wo bei gewissen Eingriffen das Operationsbesteck nicht entsorgt sondern sterilisiert und wieder verwendet werde.

Jetzt arbeitet das BAG eng mit Schweizer Spitälern und Infektionsspezialisten zusammen. Im neuen Forschungs-Programm gehe es darum, zu definieren, welche die Risiko-Patienten seien und bei welchen Operationen es sich um Risiko-Eingriffe handle, gab das BAG bekannt.

"Auch in der Schweiz müsse mit Fällen gerechnet werden"

In den letzten Jahren hat keine Tierseuche derart viel Interesse in der Öffentlichkeit gefunden wie der Rinderwahnsinn BSE. Fast 200'000 Kühe sind in Grossbritannien der tödlichen Gehirnerkrankung zum Opfer gefallen, Hundert in anderen Ländern Europas, darunter auch in der Schweiz.

Besonders beunruhigend ist aber, dass BSE mit grosser Wahrscheinlichkeit auch auf den Menschen übertragbar ist. In Grossbritannien sind bereits Dutzende Menschen an der sogenannten Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gestorben. In der Schweiz ist noch kein Fall der menschlichen Form von Rinderwahnsinn bekannt geworden.

Aber da die Schweiz nach Grossbritannien die zweithöchste Rate von BSE in der Welt aufweise, müsse auch in der Schweiz mit dem Auftreten einzelner Fällen gerechnet werden, schreibt das Nationale Referenz-Zentrum für Prion-Erkrankungen (NRPE) in Zürich.

Im Rahmen des Forschungs-Programms, das fünf Jahre dauert, erstellt das NRPE in Zusammenarbeit mit den Vertretern der Schweizerischen Gesellschaften für Psychiatrie, Neurologie und Neuropathologie und dem BAG eine Gewebedatenbank. Damit soll festgestellt werden, bei wem und in welcher Form die Creutzfeld-Jakob-Krankheit auftreten könnte.

swissinfo


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