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Crossair-Absturz: Beide Aufzeichnungsgeräte geborgen

Die beiden Flugschreiber der am Montagabend (10.01.) in Niederhasli abgestürzten Crossair-Maschine sind am Mittwochnachmittag (12.01.) geborgen worden. Die Unglücksursache bleibt aber weiter rätselhaft, Resultate werden frühestens in fünf Tagen erwartet.

Dieser Inhalt wurde am 13. Januar 2000 - 12:37 publiziert

Die beiden Aufzeichnungsgeräte der am Montagabend (10.01.) abgestürzten Crossair-Maschine sind am Mittwochnachmittag (12.01.) geborgen worden. Frühestens in fünf Tagen werden Auswertungen erwartet. Crossair hat ihre Saab 340 erneut geprüft und am Mittwoch 21 Flüge gestrichen.

Bei fünf Maschinen seien technische Mängel gefunden worden, die aber nicht sicherheitsrelevant seien, wie Airline-Chef Moritz Suter in Basel sagte. Zwei der 13 Saab 340 waren am Mittwochabend noch am Boden, am Donnerstag sollen sie wieder fliegen. Wenige Passagiere hätten Flüge annulliert.

Blackbox-Bericht frühestens in fünf Tagen

Der Stimmenrekorder und der Flugdatenschreiber wurden 46 Stunden nach dem Unfall drei Meter tief im Boden gefunden, wie Jean Overney, Chef des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU), am Absturzort in Nassenwil ZH bekanntgab. Von den beiden Aufzeichnungsgeräten erhoffen sich die Behörden Aufschluss über die Unfallursache. Beide Stahlgehäuse sind äusserlich stark verbeult, was aber noch nichts über den inneren Zustand aussagt.

Die beiden Flugschreiber werden von kanadischen Experten ausgewertet. Dies entschied das Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) und entsandte noch am Donnerstag einen Mitarbeiter mit den beiden Geräten nach Kanada.

Vom Wrack der Saab 340 sind laut BFU-Ermittler Daniel Knecht rund 60 Prozent geborgen worden. Sie werden in einem Hangar auf dem Flughafen Zürich von BFU-Leuten untersucht. Die Suche nach aufschlussreichen Wrackteilen wird am Donnerstag fortgesetzt.

Die Saab 340 der Crossair war am Montagabend knapp zwei Minuten nach dem Start von Zürich nach Dresden aus unbekannten Gründen bei Nassenwil ZH abgestürzt und bis fünf Meter tief in den Lehmboden gebohrt. Die zehn Personen an Bord kamen ums Leben. Ihre sterblichen Überreste werden zur Identifizierung ins Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich (IRM) gebracht. Eine öffentliche ökumenische Trauerfeier für die zehn Opfer findet am kommenden Freitagnachmittag im Basler Münster statt.

Eine Todesanzeige zum Flugzeugabsturz des Flughafens Zürich hat am Mittwoch Irritierung ausgelöst. "LX 498" ist die Anzeige überschrieben, gefolgt vom Satz "wir sind traurig und bestürzt". Der Ton sei "daneben", sagte SAir-Kommunikationschefin Beatrice Tschanz. "Wir wollten schnell sein und unsere Trauer zum Ausdruck bringen", hiess es von der Flughafen-Immobilien-Gesellschaft (FIG), welche die Todesanzeige zusammen mit der Flughafendirektion in mehreren Zeitungen geschaltet hatte.

SRI und Agenturen

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