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Crossair-Piloten drohen mit Streik

Der Verband des Crossair Cockpit Personals (CCP) hat am Donnerstagabend (24.08.) beschlossen, den auf Ende August verlängerten Gesamtarbeitsvertrag nicht zu erneuern. Die Piloten drohen mit einem Streik, falls sich der Konflikt verschärfen sollte.

Dieser Inhalt wurde am 25. August 2000 - 11:54 publiziert

Eine Arbeitsniederlegung sei aber nur als letzte Möglichkeit eingeplant, sagte CCP-Präsident Thomas Häderli in Zürich vor den Medien. Am 4. September finde ein Treffen mit der Crossair- Geschäftsleitung statt. Dort werde man sehen, ob "neue Ideen" von der anderen Seite kämen.

Kein Vertrauen in Crossair-Management

Bisher habe es die Crossair-Führung versäumt, dringend hängige Probleme anzugehen und echte Sozialpartnerschaft zu leben, sagte Häderli weiter. Mangelndes Vertrauen in das Crossair-Management sei auch der Grund für die Kündigung des regulär auf Ende Juni ausgelaufenen Gesamtarbeitsvertrages.

Der Vertrag war bis zum 31. August verlängert worden, um ein Gutachten der Universität St. Gallen abzuwarten, das die Grundlagen für den neuen Gesamtarbeitsvertrag bilden soll.

Man habe nun die erneute GAV-Verlängerung an Bedingungen - darunter weitere Lohnzugeständnisse und eine verträglichere Arbeitszeitregelung - geknüpft, sagte Häderli. Die Crossair-Geschäftsleitung habe darauf aber noch nicht geantwortet.

Unterstützung von Gewerkschaften

Unterstützung erhält die CCP vom Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ). Er hatte die Crossair-Piloten an seine ausserordentliche Delegiertenversammlung vom Donnerstagabend eingeladen. Die Hilfe wird von den Piloten begrüsst.

"Wir können Hilfe gebrauchen, weil wir noch nicht viel Erfahrung in Sachen Streik-Organisation haben", sagte Häderli.

Crossair reagiert mit Unverständnis

Das Verhalten des CCP stehen in krassem Widerspruch zu den getroffenen Vereinbarungen, schreibt die Crossair in einer Mitteilung vom Freitag. Darin sei festgelegt, dass bis zum Vorliegen einer Studie der Universität St. Gallen, welche die Basis für die weiteren GAV-Verhandlungen bildet, der alte GAV weiterhin gültig bleibe.

Die Crossair zweifle am Willen der CCP, ernsthaft einen neuen GAV anzustreben, heisst es weiter.

Die Crossair hatte am Donnerstag bekannt gegeben, das Ergebnis des zweiten Semesters werde wegen der Lohnzugeständnisse an die Piloten mit rund 3 Mio. Franken belastet. Im Juni war beschlossen worden, die Löhne der Piloten um fünf bis 18 Prozent zu erhöhen.

swissinfo und Agenturen

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