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Zürich (awp) - Die Credit Suisse Group (CS) hat im ersten Quartal des laufenden Jahres den Reingewinn im Vergleich zum Schlussquartal 2010 deutlich gesteigert. Nicht ganz erreicht wurde dagegen der Vorjahreswert. Gut gearbeitet hat nicht zuletzt das Investment Banking. Die CS zieht weiter Kundengelder im grossen Stil an.
Den Konzerngewinn für das erste Quartal weist die Bank mit 1'139 Mio CHF aus. Das entspricht im Vergleich zum Schlussquartal 2010 einer Zunahme um 35%, gegenüber dem Vorjahr indes einer Abnahme von 45%. Belastet wurde das Ergebnis durch Fair-Value Anpassungen auf eigene Verbindlichkeiten sowie auf Stand-alone-Derivaten im Zusammenhang mit Finanzierungsverbindlichkeiten in der Gesamthöhe von 617 Mio CHF. Negativ hat sich gemäss CS zudem die Abschwächung der durchschnittlichen US-Dollar- und Eurokurse gegenüber dem Schweizer Franken ausgewirkt. Insgesamt blieb der CS-Gewinn etwas hinter den durchschnittlichen Markterwartungen zurück.
Besser als von den Analysten geschätzt, fiel dagegen der Mittelzufluss aus. Die CS zog im Quartal insgesamt 19,1 Mrd CHF an neuen Geldern an. Per Ende März verwaltete das Institut Vermögen in Höhe von 1'282 Mrd CHF verglichen mit 1'253 Mrd CHF per Ende Dezember 2010.
Die CS habe erneut bewiesen, dass das Geschäftsmodell stabile und nachhaltige Erträge generiere, kommentiert Konzernchef Brady Dougan gemäss Mitteilung vom Mittwoch. Trotz grosser Ungewissheit an den globalen Finanzmärkten seien Kundenbasis und Marktanteile weiter ausgebaut worden.
Mit einem Vorsteuergewinn von 1,3 Mrd CHF leistete das Investment Banking den grössten Gewinnbeitrag. Das Resultat liegt um 141% über dem Vorquartal, blieb allerdings um 25% hinter dem Vorjahr zurück. Die Bank habe ein sehr gutes Ergebnis im Anleihengeschäft und ein gutes Resultat im Aktien- sowie im Emissions- und Beratungsgeschäft erzielt und weiter nachhaltig Marktanteile gewonnen. Die Erträge der Sparte verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 6% auf 4,9 Mrd, die Kosten nahmen dagegen um 3% auf 3,6 Mrd CHF zu.
Das Private Banking erwirtschaftete aus einem Ertrag auf Vorjahreshöhe einen um 4% gesunkenen Gewinn vor Steuern von 855 Mio CHF. Höheren transaktionsabhängigen Erträgen standen rückläufige wiederkehrende Kommissions- und Gebührenerträge sowie Zinserträge gegenüber. Die Bruttomarge im klassischen Vermögensverwaltungsgeschäft verminderte sich auf 118 Basispunkte, nach 120 Basispunkten im Schlussquartal 2010.
Das Asset Management schliesslich erwirtschaftete im Vergleich zum Vorjahr einen um 4% höheren Vorsteuergewinn von 172 Mio CHF.
Die Kernkapitalquote (Tier-1) betrug am Ende des Quartals 18,2% nach 17,2% im Schlussquartal 2010 und die Eigenkapitalrendite 13,4% nach 9,8%.
Mit Blick nach vorne sieht sich die Credit Suisse weiter in einer ausgezeichneten Ausgangslage, um für Kunden und Investoren "bedeutenden" Mehrwert zu schaffen. "Wir gehen davon aus, dass das Marktumfeld unsere Aktivitäten weiterhin unterstützt", wird dazu CEO Dougan zitiert.
Die Kundenaktivitäten dürften gemäss Konzernchef mit zunehmender Renditeorientierung der Investoren und mit der wachsenden Nachfrage nach umfassenden Beratungsdienstleistungen weiter steigen. Das makroökonomische Umfeld werde sich aber nur schrittweise erholen und könne von extremen Ereignissen und Marktentwicklungen beeinträchtigt werden. Dennoch entwickle sich das Kundengeschäft der Credit Suisse aber dynamisch. Die Bank sei daher gut aufgestellt, um die verbesserte Marktposition zu nutzen.
Im Investment Banking bezeichnet Dougan die Auftragslage im Emissions- und Beratungsgeschäft als gut. Die Bank sei gut aufgestellt, um von höheren Emissionsvolumen und steigenden M&A-Aktivitäten zu profitieren. Weiteres Gewinnpotenzial sieht Dougan zudem im Asset Management.
Bezüglich den anstehenden neuen Regulierungsmassnahmen im Bankensektor bekräftigt die CS ihre unterstützende Haltung. Die Bank unterstütze die Vorschläge der Expertenkommission und sei der Meinung, dass die neuen Regeln im Rahmen von Basel III "ohne grosse Auswirkungen" auf die Wettbewerbsposition der Credit Suisse umgesetzt werden können, so die Mitteilung.
sig/gab/pf

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