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Zürich (awp) - Die Credit Suisse Group (CS) hat im zweiten Quartal auf Konzernebene zwar mehr verdient als von den Marktteilnehmern erwartet. Weil dies aber auf Sonderfaktoren zurückzuführen war, regierte der Markt eher etwas enttäuscht auf das Ergebnis. Alle drei Divisionen blieben mit ihrem Vorsteuergewinn hinter den Konsensprognosen zurück. Zur zweiten Jahreshälfte gab das Management einen unverbindlichen Ausblick ab.
MARKTTURBULENZEN DRÜCKEN ERTRÄGE
Angesichts des schwierigen Marktumfeldes bezeichnete CEO Brady Dougan anlässlich der Medienkonferenz die Performance aller Divisionen als "robust". Die Marktturbulenzen hätten negative Auswirkungen auf die Kundenaktivtäten gehabt. Dies hinterliess vor allem Spuren im Ertrag der Investment Bank (-21% ggü. Q1). Immerhin vermochten Marktanteilsgewinne Schlimmeres zu verhindern.
Da sich gleichzeitig die Kosten in dieser Division nur um 6% verringerten, resultierte ein Gewinn vor Steuern von 784 Mio CHF. Gegenüber dem ersten Jahresviertel bedeutet dies ein Minus von 56%. Die Vorsteuergewinn-Marge nahm auf 20% (VQ 35%) ab.
Auch das Asset Management erlitt gegenüber dem Vorquartal einen Ertragsrückgang von 20% und eine Zunahme des Geschäftsaufwands um 3%. Daraus resultierte ein um 87% tieferen Gewinn vor Steuern von 22 Mio CHF.
Als Ertragspfeiler erwies sich einmal mehr das Privatebanking, das den Ertrag um 3% steigerte. Weil aber die Kosten um 6% zunahmen. verblieb unter dem Strich mit 874 Mio CHF ein um 2% tieferer Vorsteuergewinn. Die Vorsteuergewinnmarge verschlechterte sich auf 29% von 31% im ersten Quartal 2010.
HÖHERE KOSTEN
Auf Konzernstufe resultierte ein Ertragsrückgang von 8% auf 8'240 Mio CHF und ein um 9% höherer Geschäftsaufwand von 6'594 Mio CHF. Der Reingewinn verringerte sich um 22% auf 1'593 Mio CHF. Darin enthalten waren Fair-Value-Gewinne auf Fremdkapital von 922 Mio CHF sowie eine Steuergutschrift von 522 Mio CHF infolge eines Zusammenschlusses von Rechtseinheiten enthalten. Insbesondere letzteres hatten die Analysten nicht erwartet.
Belastet wurde das Ergebnis durch höhere Kosten, unter anderem 447 Mio CHF Personalaufwand aufgrund der britischen Bonussteuer sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten von 216 Mio CHF. Die Cost/Income-Ratio verschlechterte sich auf 78,3% von 67,8% im ersten Quartal.
Dem Institut flossen Neugelder im Umfang von 14,5 Mrd CHF zu nach 26,0 Mrd CHF im Vorquartal. Der Bereich Private Banking generierte dabei Nettoneugelder im Umfang von 13,8 Mrd CHF. Davon entfielen 1,9 Mrd CHF auf den Bereich Corporate & Institutional Clients und 11,9 Mrd CHF auf Wealth Management Clients. Abgesehen von geringen Abflüssen deutscher Kundengelder in der Schweiz, konnte das WM in allen Regionen netto neue Kundengelder akquiriert werden. Im Asset Management belief sich der Zufluss auf 1,3 (11,2) Mrd CHF.
Per Ende Juni verwaltete die Bank Vermögen in der Höhe von 1'243 Mrd CHF, verglichen mit 1'271 Mrd CHF per Ende März.
SOLIDE BANK
Die Kernkapitalquote (Tier-1) betrug am Ende des Quartals 16,3% nach 16,4% per Ende März 2010. Damit gehöre die CS zu einer der am besten kapitalisierten Banken der Welt, sagte Dougan. Seiner Ansicht gelte dies auch unter Anwendung des von der EU derzeit durchgeführten Stresstests bei europäischen Banken. Zwar kenne er nicht alle Details der Übungsanlage, doch auf Grund des bisher Bekannten folgten die in regelmässigen Abständen von der Finma durchgeführten Stresstests schärferen Kriterien. Dougan sieht die CS deshalb auch in einem Umfeld verschärfter Vorschriften gut aufgestellt.
Zu den Perspektiven für den Rest des Jahres blieb Dougan wie immer unverbindlich. Er hoffe, dass das Marktumfeld im zweiten Halbjahr besser sein werde als im ersten, sagte er. David Mathers, designierter CFO, ergänzte, er erwarte für das dritte Quartal ein Marktumfeld, das insgesamt nicht viel anders als im zweiten Quartal aussehen werde.
Die Aktien der Credit Suisse, die den Handel mit einem Minus von 1,7% aufgenommen hatten, notieren gegen Uhr auf 43,18 CHF (-2,4%). Der Gesamtmarkt steht derweilen mit 7,5% im Plus.
sig/gab

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