CS und Winterthur ziehen sich als Sponsoren des Schweizer Radsports weitgehend zurück

Die beiden grössten Schweizer Radrundfahrten, die Tour de Suisse und die Tour de Romandie, verlieren ihre Hauptsponsoren. Die Grossbank Credit Suisse (CS) und auch die CS-Tochter Winterthur beenden ihr Engagement. Grund: die Dopingdiskussion.

Dieser Inhalt wurde am 02. September 1999 - 14:05 publiziert

Die beiden grössten Schweizer Radrundfahrten, die Tour de Suisse und die Tour de Romandie, verlieren ihre Hauptsponsoren. Die Grossbank Credit Suisse (CS) und der Versicherungskonzern Winterthur (ein Tochterunternehmen der CS Group) beenden ihr Engagement. Grund: die Dopingdiskussion.

Interne und externe Studien hätten gezeigt, dass der Radrennsport nicht zuletzt aufgrund der Dopingdiskussionen in Teilen der Bevölkerung und vor allem auch bei den Kundenzielgruppen der CS an Sympathien einbüsse, teilte die Credit Suisse am Donnerstag (02.09.) mit. Die CS - und in ihrem Schlepptau auch das Tochterunternehmen Winterthur - verzichten deshalb auf eine Vertragsverlängerung mit der Tour de Suisse, der Tour de Romandie und auch der Schweizer Radsport-Nationalmannschaft.

'Die Tour de Suisse verliert ihre beiden grössten Sponsoren', erklärte der Präsdident des Schweizerischen Radfahrerbundes (SRB) und scheidende TdS-Direktor Hugo Steinegger auf Anfrage. Die CS Group habe die Tour de Suisse im vergangenen Jahr mit mehr als einer Million Franken in bar und zusätzlich mit zahlreichen Dienstleistungen unterstützt. Ganz überraschend komme der Ausstieg aber nicht, sagte Steinegger weiter. 'Bereits vor einem Jahr wurde der Sponsorvertrag nur noch um ein Jahr verlängert.'

Für Ersatz muss nun die Sportvermarktungsfirma IMG von Marc Biver sorgen, welche die fünf kommenden Auflagen der Tour de Suisse im Mandatsverhältnis durchführt. Laut Biver sollten bei der Suche nach einem neuen Hauptsponsor keine grösseren Probleme auftreten: 'Es ist im Sport nicht ungewöhnlich, dass sich ein Geldgeber zurückzieht und ein neuer gefunden werden muss, erklärte er nach Bekanntwerden des Ausstiegs von CS und Winterthur.

Die Credit Suisse will mit den frei werdenden Mitteln künftig die Nachwuchsförderung im Schweizer Fussball verstärken und vermehrt auch in den Reitsport investieren. Bei der Winterthur ist die künftige Sponsoring-Strategie noch offen.

SRI und Agenturen

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