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Altdorf (awp) - Die Dätwyler-Gruppe hat den Gewinn im Geschäftsjahr 2010 deutlich gesteigert. Der Urner Mischkonzern verweist auf eine höhere Auslastung bei optimierter Kostenbasis. Für das Jahr 2011 rechnet die Gesellschaft mit einer gesunden Entwicklung der Nachfrage und will die internationale Präsenz ausbauen. Am Standort Altdorf fallen Arbeitsplätze weg.
Im Berichtsjahr steigerte Dätwyler den Reingewinn um 54% auf 98,2 Mio CHF. Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich um knapp 60% auf 127,9 Mio CHF. Die EBIT-Marge lag bei 9,7%, nach 7,1% im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bereits im Januar hatte der Mischkonzern über einen Umsatzanstieg um 18% auf 1'319,5 Mio CHF informiert.
Die Anteilseigner sollen eine höhere Dividende von 2,20 CHF pro Inhaberaktie (VJ 1,20 CHF) und 0,44 CHF pro Namenaktie (VJ 0,24 CHF) erhalten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 34,6%.
WACHSTUMSCHANCEN
Künftig will das Unternehmen internationaler werden. Die Globalisierung biete attraktive Wachstumschancen, führte CEO Paul J. Hälg an der Bilanzmedienkonferenz aus. Neue Märkte verfügten über höhere Wachstumsraten und die Kunden suchten globale Zuliefer- und Entwicklungspartner. Das Distributionsgeschäft werde auch dank Internet immer internationaler.
Vor diesem Hintergrund hat sich das Unternehmen ein neues Erscheinungsbild gegeben. "Dätwyler" verschmilzt optisch mit dem internationalen "Datwyler" und die Konzernbereiche wurden teils umbenannt. Neben der Sparte Technische Komponenten heissen die neuen Segmente Verkabelungs-Lösungen (bisher Kabel), Dichtungs-Technik (bisher Gummi) und Pharma Verpackungen (bisher Helvoet Pharma).
MEHR PRÄSENZ IM AUSLAND
In den Sparten habe der Ausbau der physischen internationalen Präsenz höchste Bedeutung, erklärte der Firmenchef. Pharma Verpackungen habe 2010 mit dem Bau einer Fertigungsstätte in Indien begonnen. Parallel dazu würden Alternativen für einen eigenen Produktionsstandort in China evaluiert, hiess es.
Dichtungs-Technik nahm 2009 eine Produktionsstätte in Mexiko in Betrieb und schloss die Vorarbeiten für den Aufbau eines Werks in China ab. Im Geschäft mit der Katalogdistribution will Dätwyler die Position in den osteuropäischen Märkten durch organisches Wachstum und Übernahmen weiter ausbauen.
Im Bereich Verkabelungs-Lösungen stehen die Eröffnungen von eigenen Vertriebsniederlassungen in Dubai und Moskau sowie der Ausbau der beiden seit 1998 bestehenden Produktionsstätten in China im Vordergrund.
STELLENABBAU IM INLAND
Am Standort Altdorf kommt es derweil zu Veränderungen. Insgesamt will Dätwyler dort bis Mitte 2012 rund 100 Arbeitsplätze abbauen. Grund sei der ungünstige Eurokurs, sagte CEO Hälg. Die Liftkabelproduktion soll in das bestehende Werk in China verlagert werden. Die Kabelkonfektionierung könnte zusätzlich nach Osteuropa gehen. Die Umsetzung soll 2011 voraussichtlich Einmalkosten von 10 Mio CHF verursachen.
Um den Standort Altdorf zu sichern, seien Produktivitätssteigerungen, Layoutoptimierungen sowie Investitionen von rund 30 Mio CHF verteilt über die nächsten vier Jahre in Maschinen und Gebäude geplant, hiess es.
Die Urner Regierung reagierte mit Unverständnis und Enttäuschung auf den Stellenabbau - insbesondere angesichts "des gleichzeitig kommunizierten sehr guten Ergebnisses der Firma", wie es hiess.
AUSBLICK ZUVERSICHTLICH
Für das Jahr 2011 rechnet Dätwyler in allen vier Konzernbereichen mit einer gesunden Entwicklung der Nachfrage. Dabei würden die steigenden Rohstoffkosten sowie die anhaltend schwierige Währungssituation die Margenentwicklung aber hemmen. Das Management zeigt sich trotzdem zuversichtlich, dass in einem solchen Szenario sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag die Werte aus dem Berichtsjahr übertroffen werden können.
Mit dem aktuellen Portfolio strebt Dätwyler mittelfristig über den Konjunkturzyklus ein neues Zielband für die EBIT-Marge von 9% bis 12% an, nach zuvor 8 bis 12%. Das Ziel für den Umsatz im Jahr 2015 liegt bei rund 2 Mrd CHF.
Analysten honorierten den Zahlenausweis und auch an der Börse ging es bergauf. Am Nachmittag rücken die Valoren in einem freundlichen Gesamtmarkt um 2,3% auf 85,40 CHF vor.
cc/dl

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