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Altdorf (awp) - Die zur Dätwyler Holding AG gehörende Gruppe hat den Betriebsgewinn (EBIT) im Geschäftsjahr 2010 um 60% auf 127,9 Mio CHF gesteigert. Die EBIT-Marge lag bei 9,7%, nach 7,1% im Vorjahr. Der Reingewinn stieg um 54% auf 98,2 Mio CHF, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bereits im Januar hatte der Mischkonzern über einen Umsatzanstieg um 18% auf 1'319,5 Mio CHF informiert.
Damit wurden die Erwartungen des Marktes in etwa getroffen. Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Reingewinn von 96,9 Mio und einen EBIT von 129,1 Mio CHF erwartet.
Nach diesem Ergebnis beantragt der Verwaltungsrat, eine höhere Dividende von 2,20 CHF pro Inhaberaktie (VJ 1,20 CHF) und 0,44 CHF pro Namenaktie (VJ 0,24 CHF) auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 34,6%.
Am Produktionsstandort Altdorf kommt es zu Veränderungen. Da Dätwyler auch 2011 mit einem tiefen Euro rechne, bleibe die wirtschaftliche Situation am Standort Altdorf äusserst kritisch, so die Mitteilung. Um den Standort zu sichern, seien Produktivitätssteigerungen, Layoutoptimierungen sowie Investitionen von rund 30 Mio CHF verteilt über die nächsten vier Jahre in Maschinen und Gebäude geplant.
Aus Gründen der Marktverschiebung nach Asien will Dätwyler die Liftkabelproduktion in das bestehende Werk in China verlagern. Für die Kabelkonfektionierung werde zusätzlich eine Verlagerung nach Osteuropa evaluiert, heisst es. Insgesamt will Dätwyler in Altdorf bis Mitte 2012 rund 100 Arbeitsplätze abbauen. Die Umsetzung soll 2011 voraussichtlich Einmalkosten von 10 Mio CHF verursachen.
Für das Jahr 2011 rechnet Dätwyler in allen vier Konzernbereichen mit einer gesunden Entwicklung der Nachfrage. Dabei würden die steigenden Rohstoffkosten sowie die anhaltend schwierige Währungssituation die Margenentwicklung aber hemmen. Das Management zeigt sich trotzdem zuversichtlich, dass in einem solchen Szenario sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag die Werte aus dem Berichtsjahr übertroffen werden können.
Mit dem aktuellen Portfolio strebt Dätwyler mittelfristig über den Konjunkturzyklus ein neues Zielband für die EBIT-Marge von 9% bis 12% an. Das Fernziel für den Umsatz im Jahr 2015 liegt bei rund 2'000 Mio CHF.
cc/uh

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