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(Mit weiteren Angaben zum Geschäftsverlauf)
Altdorf (awp) - Die Dätwyler-Gruppe hat die Ertragskraft im Geschäftsjahr 2010 deutlich gesteigert. Der Urner Mischkonzern verweist auf eine höhere Auslastung bei gleichzeitig optimierter Kostenbasis. Für das Jahr 2011 rechnet die Gesellschaft in allen vier Konzernbereichen mit einer gesunden Entwicklung der Nachfrage. Am Standort Altdorf sollen derweil Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden.
Im Berichtsjahr konnte Dätwyler den Reingewinn um 54% auf 98,2 Mio CHF steigern. Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich um knapp 60% auf 127,9 Mio CHF. Die EBIT-Marge lag bei 9,7%, nach 7,1% im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Damit wurden die Erwartungen des Marktes in etwa getroffen. Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Reingewinn von 96,9 Mio und einen EBIT von 129,1 Mio CHF erwartet.
Positiv wirkten sich laut Dätwyler noch der erfolgreiche Turnaround im Fachhandelsgeschäft sowie die erstmalige Konsolidierung von Reichelt Elektronik auf die Profitabilität aus. Der negative Wechselkurseinfluss durch die Konsolidierung in Schweizer Franken wird mit 5,1 Mio CHF angegeben. Im Ergebnis enthalten seien auch Einmalkosten und Abgrenzungen von 7,8 Mio CHF für die Überführung der bestehenden ICT-Infrastruktur in eine Outsourcinglösung, hiess es.
Nach Konzernbereichen lag die EBIT-Marge in der Sparte Technische Komponenten bei 10,8%. Im Segment Pharma Verpackungen blieb sie laut Dätwyler mit 12,3% aufgrund der steigenden Rohstoffkosten sowie einmaliger Kosten hinter den Erwartungen zurück. Bei Verkabelungs-Lösungen (früher: Kabel) lastete der Eurokurs auf dem Ergebnis, was zu einer EBIT-Marge von 3,9% führte. Im Bereich Dichtungs-Technik (früher: Gummi) weist das Unternehmen eine EBIT-Marge von 9,0% aus.
Bereits im Januar hatte der Mischkonzern über einen Umsatzanstieg um 18% auf 1'319,5 Mio CHF informiert. Dabei trug die seit Anfang 2010 erstmals konsolidierte Reichelt Elektronik 149,4 Mio CHF oder 13,3% zum Umsatzwachstum bei. Der negative Wechselkurseinfluss durch die Konsolidierung in Schweizer Franken belief sich auf 61,4 Mio CHF oder 5,5%. Bereinigt um diese beiden Faktoren lag das organische Wachstum bei 9,8%.
Nach diesem Ergebnis beantragt der Verwaltungsrat, eine höhere Dividende von 2,20 CHF pro Inhaberaktie (VJ 1,20 CHF) und 0,44 CHF pro Namenaktie (VJ 0,24 CHF) auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 34,6%.
Am Produktionsstandort Altdorf kommt es zu Veränderungen. Da Dätwyler auch 2011 mit einem tiefen Euro rechne, bleibe die wirtschaftliche Situation dort äusserst kritisch, so die Mitteilung. Um den Standort zu sichern, seien Produktivitätssteigerungen, Layoutoptimierungen sowie Investitionen von rund 30 Mio CHF verteilt über die nächsten vier Jahre in Maschinen und Gebäude geplant.
Aus Gründen der Marktverschiebung nach Asien will Dätwyler die Liftkabelproduktion in das bestehende Werk in China verlagern. Für die Kabelkonfektionierung werde zusätzlich eine Verlagerung nach Osteuropa evaluiert, heisst es. Insgesamt will Dätwyler in Altdorf bis Mitte 2012 rund 100 Arbeitsplätze abbauen. Die Umsetzung soll 2011 voraussichtlich Einmalkosten von 10 Mio CHF verursachen.
Für das Jahr 2011 rechnet Dätwyler in allen vier Konzernbereichen mit einer gesunden Entwicklung der Nachfrage. Dabei würden die steigenden Rohstoffkosten sowie die anhaltend schwierige Währungssituation die Margenentwicklung aber hemmen. Das Management zeigt sich trotzdem zuversichtlich, dass in einem solchen Szenario sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag die Werte aus dem Berichtsjahr übertroffen werden können.
Mit dem aktuellen Portfolio strebt Dätwyler mittelfristig über den Konjunkturzyklus ein neues Zielband für die EBIT-Marge von 9% bis 12% an. Das Fernziel für den Umsatz im Jahr 2015 liegt bei rund 2 Mrd CHF.
cc/uh

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