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STUTTGART (awp international) - Daimler hat dank der hohen Nachfrage nach Autos und Lastwagen seinen Gewinn im ersten Quartal fast verdoppelt. Das Konzernergebnis stieg auf knapp 1,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. An der Börse konnten die Zahlen trotzdem nicht überzeugen. Schwer wiegen zudem die weltweiten Naturkatastrophen: Nach Japan kommt es nun auch zu Produktionsausfällen infolge der Tornados in den USA.
Bis zum Mittag notierten die Daimler-Papiere mit einem Abschlag von rund 2 Prozent gegen den allgemeinen Trend am Ende des Leitindex Dax . Zwar lobten einige Händler die Ergebnisse der einzelnen Sparten, Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler fehlte aber eine gewisse Dynamik. Vor allem im Vergleich zu Volkswagen fiele Daimler zurück. VW habe gegenüber dem Vorquartal noch einmal kräftig zulegen können.
Daimler meldete für die ersten drei Monate des Jahres ein Umsatzplus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 24,7 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 1,2 Milliarden Euro auf mehr als 2 Milliarden Euro. Der Konzernabsatz legte im ersten Quartal um 15 Prozent auf 461.700 Fahrzeuge zu.
"Wir knüpfen nahtlos an hervorragende Entwicklung des vergangenen Jahres an", sagte Finanzvorstand Bodo Uebber während einer Telefonkonferenz. Stützen konnte sich der Konzern auf alle Sparten bis auf die Busse. Bei den Personenwagen wird das Wachstum vor allem durch die weiter stark steigende Nachfrage aus China getragen, dem weltweit grössten Markt für S-Klassen.
Die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars erzielte im ersten Quartal eine Umsatzrendite von 9,3 Prozent im Vergleich zu 7,0 Prozent im Vorjahreszeitraum. Im Verlauf des vergangenen Jahres war die Sparte aber schon profitabler. Auch vom Ziel, ab 2013 durchgängig eine Rendite von 10 Prozent zu erzielen, ist das Personenwagengeschäft noch ein Stück entfernt. Im laufenden Jahr soll die Kernmarke Mercedes-Benz einen Rekordabsatz von mehr als 1,2 Millionen Wagen erreichen.
Mit der weltweiten wirtschaftlichen Erholung zeigt auch die Nachfrage nach Lastwagen wieder deutlich nach oben. Der Auftragseingang legte von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahr um 65 Prozent zu. Auf dem US-Markt, wo wegen veralteter Fahrzeuge hoher Ersatzbedarf besteht, haben sich die Bestellungen gar verfünffacht. In der Truck-Sparte lag die Umsatzrendite im abgelaufenen Quartal bei 6,6 Prozent. Bis 2013 soll sie auf 8 Prozent steigen.
Für das laufende Jahr erwartet der Konzern ein operatives Ergebnis (EBIT) deutlich über dem Vorjahreswert von 7,3 Milliarden Euro. Der Umsatz soll über den 97,8 Milliarden Euro des Vorjahres herauskommen und es sollen mehr Fahrzeuge als 2010 (1,9 Mio) verkauft werden.
Die Produktionsausfälle bei der japanischen Lastwagentochter Fuso haben den Hersteller im März bereits 78 Millionen Euro gekostet. Zwar läuft die Produktion wieder, aber noch mit geringeren Stückzahlen. Zudem schliesst der Konzern weitere Unterbrechungen nicht aus. Deshalb rechnet Finanzvorstand Uebber in den nächsten Monaten mit weiteren Belastungen von 50 bis 100 Millionen Euro. Auf die Standorte ausserhalb Japans habe es aber bislang keine Auswirkungen gegeben, erläuterte der Manager. Die Lieferkette werde permanent auf Engpässe überprüft. Bislang seien keine Einschränkungen ersichtlich.
Wegen der Tornados in den USA ruht aber derzeit die Produktion für Geländewagen am Standort Tuscaloosa. "Bei uns sind keine Mitarbeiter zu Schaden gekommen", sagte Uebber. Man wolle den Beschäftigten aber ermöglichen, sich jetzt um ihre Angelegenheiten zu kümmern. Die Bänder im US-Werk, das im stark von den Wirbelstürmen betroffenen US-Bundesstaat Alabama liegt, sollen am Montag wieder anlaufen.
Hart zeigte sich der Finanzvorstand bei der Frage, ob Daimler das Übernahmeangebot für Tognum aufstockt. "Wir sehen keinen Grund Offerte zu erhöhen." Daimler will den Grossdieselmotorenhersteller zusammen mit Rolls-Royce übernehmen und bietet bislang 24 Euro je Anteilsschein. Zahlreiche Aktionäre und das Tognum-Management haben das Gebot als zu niedrig abgelehnt. Die Angebotsfrist läuft noch bis zum 18. Mai./dct/enl/ksb

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