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(Neu: weitere Aussagen des Managements)
HANNOVER (awp international) - Der Absatz des weltweit zweitgrössten Nutzfahrzeugherstellers Daimler kommt wieder in Schwung. "Es geht stabil bergauf ? und zwar in all unseren Truck-Sparten", sagte der Chef des Bereichs, Andreas Renschler, am Dienstag auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Bis August stieg der Lastwagenabsatz um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 216.875 Stück. Der Auftragseingang legte in den ersten acht Monaten des Jahres sogar um 65 Prozent zu. Getrieben war der Zuwachs von den Märkten in Lateinamerika, Indonesien und der Türkei.
"Diese Zahlen stimmen uns optimistisch und sind mehr als nur ein Strohfeuer", betonte der Manager. Für das dritte Quartal rechnet das Daimler-Vorstandsmitglied mit einem weiteren Absatzanstieg in allen Geschäftseinheiten. Dazu zählen neben den Lastwagen auch die Busse und Transporter. Der Markt sei zwar noch lange nicht auf dem Niveau des Branchentreffs von vor zwei Jahren. "Aber es gibt keinen Zweifel: Die IAA 2010 markiert einen Wendepunkt - der Aufschwung ist da."
Renschler stellte in Aussicht, dass die Prognose für das Gesamtjahr nach dem dritten Quartal präzisiert werde. Bislang soll die Sparte ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund einer Milliarde Euro einfahren. Noch zu Jahresbeginn hatte Daimler nur mit einem operativen Gewinn der Sparte von rund 200 Millionen Euro gerechnet und das Ziel seither schon zwei Mal angehoben. Im Vorjahr fiel in der Sparte ein Fehlbetrag von gut einer Milliarde Euro an. Beim Absatz gilt bislang für 2010 das Ziel, mehr Lastwagen als im Vorjahr zu verkaufen. 2009 lag der Absatz bei 259.000 Fahrzeugen.
Renschler betonte erneut die wachsende Bedeutung der Serviceleistungen rund um den Lastwagen. Der Nutzfahrzeugvorstand hatte vor wenigen Tagen in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa angekündigt, dass Daimler in 20 Jahren voraussichtlich die Hälfte des Umsatzes in der Lastwagensparte mit dem Servicegeschäft einfahren werde. "Derzeit machen wir 25 Cent pro Euro in diesem Bereich."
Um die Expansionspläne in China zu verwirklichen, wartet Daimler noch auf die endgültige Genehmigung des Gemeinschaftsunternehmens mit Foton. "Wir gehen davon aus, dass es in kürzester Zeit so weit sein wird", sagte Renschler. Weil Foton das Geschäft mit den mittleren und schweren Lastwagen ausgliedert und in das Gemeinschaftsunternehmen einbringt, könnten aus dem Stand jährlich mindestens 100.000 Fahrzeuge der Marke Auman verkauft werden, sobald die Genehmigung vorliegt. Zunächst werden die Lastwagen aber weiter auf chinesischer Technik beruhen. Erst sukzessive sollen die Fahrzeuge mithilfe der Stuttgarter Motorentechnologie weiterentwickelt und auf künftige Abgasstandards getrimmt werden.
Renschler betonte, es werde auch künftig keinen "Welt-Lkw" geben. Vielmehr müssten die Fahrzeuge an den lokalen Markt angepasst werden. Trotzdem könnten bis zu 70 Prozent Gleichteile verwendet werden. Durch die gemeinsame Nutzung von Modulen seien bislang Synergien von 400 Millionen Euro jährlich gehoben worden. Diese Summe soll nach Angaben des Managers in den nächsten Jahren mehr als verdoppelt werden.
Bis Ende des Jahres werde von einer weiteren Stärkung der weltweiten Lkw-Märkte ausgegangen, erklärte Renschler. Für Europa rechnet das Daimler-Vorstandsmitglied mit einem Marktwachstum von bis zu zehn Prozent, für Nordamerika mit bis zu 15 Prozent und für Japan mit bis zu 30 Prozent. Den weltweiten Lastwagenmarkt sieht Renschler bis 2015 um mehr als 50 Prozent auf rund drei Millionen Fahrzeuge wachsen. Dabei wolle Daimler weiter eine führende Rolle einnehmen./glb/dct/zb

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