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Das Bundeshaus feiert seinen 100. Geburtstag

Das Bundeshaus in Bern beim Einnachten.

(Keystone)

Ein rundes Jubiläum wird es sein: Das Bundeshaus bereitet sich nämlich auf seinen 100. Geburtstag vor.

Ausgerechnet am 1. April hat das Symbol der Schweiz, das Haus mit der charakteristischen Kuppel, Geburtstag. Mit einer Ausstellung, einem Internetfenster, einer Briefmarke und einem Comic soll dem Publikum das Jubiläum vermittelt werden, wie die Parlamentsdienste mitteilen. Der eigentliche Festakt des Parlaments findet am 22. März statt.

Nur 5% kennen es persönlich

Das Parlamentsgebäude, Bundeshaus genannt, war am 1. April 1902 nach achtjähriger Bauzeit feierlich von der Bundesversammlung eingeweiht worden, wie John Clerc, stellvertretender Generalsekretär der Bundesversammlung, in Erinnerung rief.

Der Bau des Architekten Hans Wilhelm Auer sei zu einem Symbol für die Eidgenossenschaft geworden, obwohl nur fünf Prozent der heutigen Schweizer Bevölkerung das Bundeshaus besucht hätten.

Ziel verschiedener Aktionen sei es, das Jubiläum der Bevölkerung auf populäre Weise zu vermitteln. Ein spezieller Internetauftritt wurde unter "www.parlament.ch" realisiert. Die Besucherinnen und Besucher werden ab Mitte Juli bis Ende August mit einer Ausstellung in die Geschichte und die Gegenwart des Hauses eingeführt.

Briefmarke und Krimi

Die Post wird ab 12. März eine 90-Rappen-Briefmarke herausgeben. Das Bundeshaus ist damit zum dritten Mal auf einer Briefmarke abgebildet.

Matthias Gnehm und Francis Rivolta schufen einen Bundeshaus-Comic: den Krimi "Rätsel in Weiss", in dem zwei Detektive sich auf die Suche eines in der Wandelhalle verschwundenen Freskos machen.

Der Festakt findet am 22. März statt, dem letzten Tag der Frühlingssession der eidgenössischen Räte. Insgesamt kosten die Jubiläumsaktionen 450'000 Franken.

Auch unruhige Zeiten

John Clerc erinnerte an die Bedeutung des Bundeshauses für die Schweiz als Ort der Entscheidung. Mehr als 2'000 Parlamentarierinnen und Parlamentarier hätten hier getagt. Ministerpräsidenten, gekrönte Häupter und Diktatoren hätten ihre Aufwartung gemacht.

Das Haus erlebte auch unruhige Zeiten wie den Generalstreik von 1918 und den Steinwurf von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler.

Das Parlamentsgebäude war der letzte von drei Bauten. Als erstes wurde 1857 der Westflügel fertig gestellt, in dem zunächst Bundesrat und Parlament untergebracht wurden. Schon bald wurde es jedoch zu eng und der Ostflügel (1892) realisiert.

Dazwischen wurde von 1894 bis 1902 der Bundespalast erstellt, der stilistisch dem für das 19. Jahrhundert typischen Historismus zugeordnet wird. Die Baukosten betrugen 7,2 Mio. Franken.

Die Idee Auers war es, die Vision Schweiz materiell und künstlerisch präsent zu machen. Den üppigen Bau liess er zu 95 Prozent aus Schweizer Handwerk fertigen. 33 Künstler aus allen Regionen realisierten für den rekordhohen Anteil von über 16% Prozent der Bausumme Kunst am Bau.

swissinfo und Agenturen


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