Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Das Mittelmeer ruft

Im Sommer zieht es Herr und Frau Schweizer ans (Mittel-) Meer.

(Keystone)

Die Schweizerinnen und Schweizer verbringen die Sommerferien vor allem rund ums Mittelmeer. Zudem geben die Leute wieder mehr Geld aus.

Die Renner in diesem Sommer sind die griechischen Inseln, Zypern und Spanien. Das geht aus einer Umfrage bei den grossen Schweizer Reiseveranstaltern hervor.

Beliebt bei Schweizern seien in Spanien namentlich die Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza), Andalusien, Südspanien und die kanarischen Inseln, sagte - Peter Brun, Sprecher von Kuoni Schweiz. Wiederentdeckt hätten die Schweizer auch Italien, insbesondere Sardinien, Kalabrien und Sizilien.

Tunesien sei ebenfalls sehr gefragt, sagte Hotelplan-Sprecherin Claudia Meury. Deutlich positive Buchungszahlen verzeichne TUI zudem für ägyptische Ferienorte am Roten Meer, erklärte TUI-Sprecher Roland Schmid. Diese seien gerade bei Tauchern sehr beliebt.

Längst ausgebucht waren die Kuoni-Flüge nach Santorin, Mykonos und Fuerteventura, sagte Brun. Gut gebucht sind auch die Maschinen nach Kreta und auf die griechischen Inseln sowie nach Zypern, Mallorca und ins tunesische Djerba.

Noch Last-Minute-Angebote

Dennoch ist auch während den Sommerferien die Lage noch nicht hoffnungslos. "Kurzentschlossene finden fast überall noch Plätze. Sie müssen einfach entsprechend flexibel sein", betonte Brun. So müsse man in Kauf nehmen, dass Wunschdatum, -destination oder -hotel vielleicht nicht mehr verfügbar seien.

Freie Plätze gebe es namentlich noch für Reisen in die Türkei, sagten alle drei Presseverantwortlichen. Das Land habe nach dem Boom der vergangenen Jahre viele neue Hotels gebaut, dann aber gerade zur buchungsintensiven Zeit im Januar und Februar einen Dämpfer hinnehmen müssen.

Damals machte die Türkei wegen der Vogelgrippe Schlagzeilen. In der Folge wichen die Kunden auf andere Destinationen wie Griechenland oder Zypern aus. In den letzten Wochen habe sich die Buchungslage allerdings wieder verbessert, sagte Schmid.

Im Langstrecken-Geschäft richten die Reisenden aus der Schweiz ihren Blick wieder verstärkt nach Westen: Die USA und Kanada würden überdurchschnittlich zulegen, hiess es bei TUI, Kuoni und Hotelplan unisono.

Thailand, Sri Lanka und die Malediven erholten sich vom Gästerückgang nach dem Tsunami spürbar und lägen ebenfalls über den Vorjahreszahlen, sagte Schmid.

Geld sitzt lockerer

Die Nachfrage nach Städtereisen in den Sommermonaten sei geringer als im Frühling und Herbst. Am beliebtesten seien diesen Sommer unter anderem Barcelona, Berlin, Dublin, Kopenhagen, Lissabon oder Nizza.

Insgesamt sei der Buchungsstand der Marken von TUI Suisse um 8% höher als im Vorjahr, sagte Schmid. Kuoni Schweiz habe bis Mitte Mai ein Plus von 12% verzeichnet, sagte Brun. Hotelplan wollte dagegen keine konkreten Zahlen bekannt geben: Die Buchungen lägen deutlich über dem Vorjahr, sagte Sprecherin Meury lediglich.

Im Allgemeinen gelte: "Die Leute gehen wieder mehr in die Ferien und geben auch wieder mehr Geld aus", wie Brun erklärte. So leiste man sich beispielsweise statt einem Drei- ein Viersternhotel oder ein teureres Zimmer an der Strandfront mit Meersicht statt auf der Landseite.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Schweizerinnen und Schweizer haben 2005 laut Bundesamt für Statistik über 11 Mrd. Franken im Ausland ausgegeben.

Ausländische Touristen haben 2005 fast 14 Mrd. Fr. in der Schweiz ausgegeben, was einem Wachstum von fast 5% gegenüber 2004 entspricht.

Die Fremdenverkehrsbilanz 2005 schliesst demnach mit einem Aktivsaldo von 2,2 Mrd. Fr. ab.

Auslandferien werden immer später gebucht und immer öfter selbst im Internet zusammengestellt.

Nur die komplexen, aufwändigen Fernreisen werden nach wie vor von Profis zusammengestellt.

2005 unternahmen rund 83% der Einwohner der Schweiz mindestens eine private oder geschäftliche Reise pro Jahr.

Infobox Ende


Links

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

×