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Das Portemonnaie sitzt weiterhin locker

Shoppen macht wieder Freude.

(Keystone)

Die Stimmung der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten war im vergangenen Januar so gut wie schon seit knapp sechs Jahren nicht mehr.

Sie haben in ihren Portemonnaies kein Januar-Loch gespürt und schätzen ihre finanzielle Lage weiterhin optimistisch ein.

Positiver eingeschätzt wurde vor allem das eigene Haushaltsbudget. Der vierteljährlich vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) bei rund 1100 Haushalten erhobene Index von 17 Punkten war so hoch wie schon lange nicht mehr.

Höhere Werte waren zum letzten Mal in der ersten Jahreshälfte 2001 mit 25 Punkten im Januar und 21 Punkten im April erreicht worden, wie Bruno Parnisari, Leiter des Ressorts Konjunktur beim SECO, sagte.

Es habe sich damals um ein Boomjahr gehandelt, dessen Niveau heute beinahe, aber noch nicht ganz erreicht worden sei. So lag die Stimmung im vergangenen Monat denn auch klar über dem langfristigen Mittel von rund minus neun Punkten.

Zu der weiteren Stimmungsverbesserung haben sämtliche Indizien beigetragen. Bedeutend besser als zuvor wird aber die finanzielle Lage des eigenen Haushaltes im vergangenen Jahr eingeschätzt, wie Parnisari ausführte.

Wirtschaftslage positiv beurteilt

Auch die zukünftige Entwicklung des Haushaltsbudgets beurteilen die Konsumenten rosiger: Auch hier stieg der Index an.

Die Beurteilung der allgemeinen Wirtschaftslage, die die positive Entwicklung des Barometers in den vergangenen Monaten massgeblich unterstützt hatte, stieg im Januar auf hohem Niveau sogar leicht an.

Beigetragen zur guten Stimmung habe auch der Arbeitsmarkt. "Wir wissen, dass
die Konsumentenstimmung stark mit der Entwicklung am Arbeitsmarkt in Zusammenhang gebracht wird", sagte Parnisari.

Seco

Seco heisst das Staatssekretariat für Wirtschaft der Schweizer Behörden (Verwaltung). Es ist das Kompetenzzentrum der Regierung für alle Bereiche ...

Preisanstieg als moderat wahrgenommen

Durchgehend positiver als zuvor äusserten sich die Befragten auch zu den Fragen des SECO, die nicht in den Index einflossen.

Die befragten Haushalte finden, dass die Preise in den letzten zwölf Monaten weniger gestiegen seien, als vorher.

Noch positiver wird die künftige Entwicklung der Preise beurteilt. Hier sank der Wert gar um 14 auf 41 Punkte.

Eine Hypothese sei zwar schwierig, möglicherweise hätten aber die Energiepreise eine Rolle gespielt, sagte Parnisari. "Es ist beeindruckend, wie gut die Haushalte die tatsächliche Entwicklung der Teuerung spüren und sie auch einschätzen", erklärte er.

Die Beurteilung der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung der kommenden zwölf Monate hat sich ebenfalls spürbar verbessert.

Als besser wurden mit einem Plus von zwei auf 42 Punkte auch die Möglichkeit zum Sparen und mit einem Zuwachs von drei auf minus sieben Punkte den Zeitpunkt für grössere Anschaffungen beurteilt.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Der Index der Konsumenten-Stimmung wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) seit 1972 vierteljährlich bei rund 1100 Haushalten erhoben.

Gleichzeitig werden auch weitere Fragen gestellt, unter anderem zur Preisentwicklung und zur Sicherheit der Arbeitsplätze.

Der Index setzt sich aus drei Teilindizes zusammen, bei denen nach Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in den letzten 12 Monaten, nach der finanziellen Lage des eigenen Haushalts sowie nach der künftigen finanziellen Situation gefragt wird.

Der Gesamtindex entspricht dem Durchschnitt der drei Teilindizes.

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