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Das Postauto ist 100-jährig

Das gelbe Postauto gehört zum Bild der Schweizer Alpen.

Die Post hat am Samstag im bernischen Aarberg im Beisein von Bundespräsident Moritz Leuenberger das 100-jährige Bestehen des Postautos gefeiert.

Das gelbe Postauto mit seiner Dreiklang-Hupe ist eine Legende auf den Schweizer Strassen.

Bundespräsident Moritz Leuenberger sagte, das Postauto erfülle weiter vielfältige Aufgaben und gehöre nicht als Denkmal auf den Sockel.

In seiner launigen Rede liess sich Leuenberger vom Kutscherlied "Hoch auf dem gelben Wagen" inspirieren und schilderte den Kampf, den das Postauto in seinen Anfangszeiten bestehen musste, als es nur zwischen Bern und Detligen, in der Region Aarberg, eingesetzt wurde.

Eine Art Held

Erst nach dem 1. Weltkrieg habe der Erfolg eingesetzt, und schon bald habe es den berühmt gewordenen Dreiklang in die hehre Alpenwelt geschmettert. Der Dreiklang stammt übrigens aus der Rossini-Oper "Wilhelm Tell".

Durch die Eroberung der Pässe sei das Postauto zu einer Art Held geworden und habe zugleich im Flachland den Service public erbracht, sagte Leuenberger.

Das Postauto habe in all den Jahren aber nicht nur Muskeln, sondern auch Köpfchen gezeigt. Es erfinde sich immer wieder neu und habe den Wettbewerb nicht gescheut. Es wage sich mutig über die Grenze, betätige sich im Fürstentum Liechtenstein und in Frankreich. Vor der Privatisierung habe es keine Angst gezeigt.

Es gebe weiter viele gute Gründe für das Postauto, das nicht bloss "als Trostauto die gute alte Zeit heraufbeschwören will", so Leuenberger. Es verbinde die hintersten Täler mit Städten und Bahnhöfen, diene denen, die aufs Auto verzichten wollen und sei ein wichtiger Teil des öffentlichen Verkehrs.

Die Oldtimer

Die Schweizerische Post liess zum Jubiläum einen Corso von Postauto-Oldtimern anrücken, der von Detligen nach Aarberg fuhr. In Anwesenheit von Benedikt Weibel, Chef der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), und Post-Konzernleiter Ulrich Gygi wurde dort eine Lokomotive der SBB im Postauto-Look eingeweiht.

Für die Post ist das Postauto im Lauf des Jahrhunderts zur Institution geworden, wie sie zum Fest mitteilte. Mit einem Streckennetz von 10'000 Kilometern seien die gelben Fahrzeuge in allen Landesteilen unterwegs. Sie stehen jedoch in Konkurrenz mit andern Anbietern: Das Streckennetz des gelben Kursbuches umfasst über 16'000 Kilometer.

Die über 2000 im Einsatz stehenden Postautos stehen "für Zuverlässigkeit und hohe Qualität", wie die Post schreibt. Das Fest sei auch ein Dank an die Auftraggeber Bund und Kantone, die Partnerunternehmen und die ganze Bevölkerung.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die erste Postauto-Strecke führte ab dem 1. Juni 1906 von Bern nach Detligen.

1919 wurde die Simplon-Strasse eröffnet.

1921 ist die Geburtsstunde der alpinen Post. Die Pass-Strassen über Grimsel, Furka, San Bernardino und Oberalp werden dem Verkehr übergeben. Es folgten die legendären Fahrten über die Alpenpässe.

1923 ertönte erstmals das berühmte Dreiklang-Horn.

2004 gründete die Post die PostAuto AG, die ab 1. Januar 2005 in Funktion trat.

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Fakten

Rund 2000 Fahrzeuge der PostAuto AG bedienen täglich ein Liniennetz von mehr als 10'000 Kilometern.

Sie befördern jährlich über 100 Millionen Fahrgäste in der ganzen Schweiz.

PostAuto betätigt sich auch im Fürstentum Liechtenstein und seit 2004 in Frankreich.

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