Davos trotz Niederlage weiterhin Leader

Der Davoser Stürmer Björn Christen (oben) im Bodenkampf mit dem Berner Rikard Franzén. Keystone

Lugano und Bern gewannen die Spitzenkämpfe in der 18. Runde der Eishockey-Meisterschaft. Davos bleibt trotz der Niederlage gegen Bern Leader.

Dieser Inhalt wurde am 27. Oktober 2001 - 02:06 publiziert

Aufsteiger Lausanne hat sich mit einem 2:2-Remis in Zug verdientermassen einen Punkt geholt. Die Waadtländer liessen sich von einem 0:2-Rückstand nicht beirren und holten ihren siebten Auswärtspunkt.

Mit 2'531 Zuschauern war die Hertihalle dürftig gefüllt. Die Matchbesucher sahen aber ein Startfurioso von Chris Tancill. Der Amerikaner hatte nach fünf Minuten bereits zwei Tore für sein Team erzielt. Doch Zug spielte danach zu kompliziert und scheiterte häufig an Lausannes Schlussmann Reto Schürch. Der 26-Jährige ersetzte den verletzten Stammgoalie Beat Kindler.

Durch Tore von Bornand in der 23. Minute und Zenhäusern in der 44. Minute kämpften sich die Westschweizer ins Spiel zurück und verdienten sich einen weiteren Auswärtspunkt.

ZSC Lions - Chur: 5:2

Die ZSC Lions siegten gegen Tabellenschlusslicht Chur ungefährdet 5:2. Für die Zürcher war es das sechste Heimspiel in Folge ohne Niederlage. Erstmals in dieser Saison erzielten die beiden ZSC-Verteidiger Mathias Seger und Mark Streit ein Tor.

Nach dem ersten Drittel stand es noch 1:1 durch Tore von Streit und Meier. Die Zürcher spielten in dieser Phase etwas kompliziert. Doch nach der Pause lief es bei den Lions wie am Schnürchen.

Plavsic, Seger, Jaks und Raffainer sorgten bis zur 50. Minute für einen komfortablen 5:1-Vorsprung. Der Churer Ehrentreffer gelang Peer in der 57. Minute. Die Bündner waren nie in der Lage, das Spiel gewinnen zu können.

Chur bleibt damit das einzige NLA-Team, das bisher erst einmal auswärts punkten konnte. Am 13. Oktober siegten die Churer in Rapperswil 2:1.

Langnau - Rapperswil: 2:6

Bei den SCL Tigers geht die herbstliche Tristesse weiter. Auch die Teamaussprache Anfang Woche und ein neuer Stürmer (Murovic leihweise von Lugano) änderten nichts am traurigen Bild, das Langnau derzeit in der NLA abgibt. Die Emmentaler verloren gegen das zuvor achtmal sieglose Rapperswil 2:6 und sind nun selber seit sieben Spielen und sogar sechs Heimpartien ohne Erfolgserlebnis.

Die Vorentscheidung fiel früh. Nach 24 Minuten führten die mit bloss zwei Ausländern angetretenen Gäste durch Tore von Bütler, Reist und Reuille (2) 4:0. Dann reagierte Langnau, verkürzte durch Schümperli und Hämäläinen innerhalb von 37 Sekunden auf 2:4 (26.) und beklagte in der 28. Minute durch Stoller einen Lattenschuss. Nach diesem Stangenschuss war das Langnauer Strohfeuer aber bereits wieder erloschen.

Langnaus Playoffträume drohen schon vor dem November zu platzen. In den letzten sechs Heimspielen gelangen den Tigern bloss neun Tore. Ihr Topskorer Brian Bonin ist seit 536 Minuten ohne Torerfolg. Bei Fust, Balmer und dem ehemaligen Internationalen Sascha Schneider dauert die Durststrecke sogar schon länger.

Davos - Bern: 4:5

Nach sechs Siegen in Serie verliess Davos erstmals wieder das Eis als Verlierer, bleibt aber Leader der Nationalliga A. Die Bündner verloren vor heimischem Publikum gegen Bern 4:5 nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer erzielte Weber in der 62. Minute.

Die 4'670 Zuschauer mussten sich bis zur 30. Minute gedulden, bevor Juhlin das Skore eröffnete. Der Schwede war zusammen mit Armstrong überragend. Das schwedisch-kanadische Duo erreichte gemeinsam sechs Skorerpunkte. Mit einem Doppelschlag von Riesen brachte sich Davos wieder in Front; der Ausgleich von Müller erfolgte wenig später.

In der 55. Minute schien Armstrong mit dem 3:4 die Vorentscheidung geschafft zu haben, doch drei Minuten später brachte Bohonos Davos wieder ins Spiel. Die Verlängerung war nach 1:54 Minuten bereits wieder beendet. Weber profitierte von einer Zweiminutenstrafe gegen Christen und erzielte den entscheidenden Treffer in Überzahl.

Seit der Saisonauftakt-Niederlage gegen Ambri (2:5) am 7. Oktober hatte der HC Davos zuhause nie mehr Punkte abgegeben. Überhaupt scheint die Leaderposition den Bündnern nicht zu behagen. Seit dem Wiederaufstieg 1993 verlor Davos als Leader jedes Heimspiel. Gegen Bern war dies zum dritten Mal der Fall. In den Jahren zuvor hatten sie gegen Kloten und Ambri verloren.

Kloten - Fribourg: 6:6

Ein Spektakel boten Kloten und Fribourg im Schluefweg. Kloten ging nach nur sechs Sekunden durch Wichser in Führung, lag weniger als eine Viertelstunde später aber 1:4 zurück, führte nochmals 6:4, gewann aber trotzdem nicht. Montandon und Descloux glichen in der 53. Minute innerhalb von 50 Sekunden mit zwei haltbaren Schüssen zum 6:6 aus. Schon beim einzigen NLA-Spiel mit noch mehr Toren in dieser Saison war Kloten beteiligt gewesen (Lugano - Kloten 8:6).

Es war gewiss nicht der Abend der Torhüter. Nicht nur Klotens Pavoni sah bei den letzten beiden Gegentoren schlecht aus. Auch Fribourgs Lauber liess sich in der 42. Minute von Nilsson aus spitzem Winkel von der Bande aus bezwingen.

In der hektischen Schlussphase besassen beide Teams noch Chancen zum Sieg. Zuerst rettete Pavoni mirakulös gegen Gaul (58.). Später traf Lindemann für Kloten kurz vor Ende der Overtime bloss den Pfosten.

Lugano - Ambri: 7:1

Ambri-Piotta kann in der Regular Season in Lugano nicht mehr gewinnen. Letztmals taten sie das vor fast zwölf Jahren am 21. November 1989 (4:3). In den letzten vier Spielen in Lugano verloren sie viermal mit dem Gesamtskore von 2:19. Am Freitag lautete das Schlussresultat aus Ambri-Optik 1:7. Noch deutlicher siegte Lugano im Derby letztmals in der Saison 1989/90. Damals gewann es innerhalb eines Monats 10:1 und 7:0.

Nach 31 Minuten und fünf Lugano-Toren war die Partie zeitig entschieden. Den Unterschied machte das Powerplay der Gastgeber aus. Lugano nützte drei der ersten vier Überzahl-Gelegenheiten zu den Toren zum 1:0 (Fuchs nach 64 Sekunden), 2:0 (Maneluk) und 3:0 (Nummelin).

Fuchs und Nummelin kamen (endlich) zu ihrem zweiten Saisontor. Und 39 Sekunden vor der Schlusssirene traf der Internationale Gaetan Voisard mit seinem ersten Saisontreffer zum Schlussresultat.

swissinfo und Agenturen

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