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BERLIN (awp international) - Die Exportnation Deutschland kann 2011 erstmals die magische Marke von einer Billion Euro Umsatz knacken: Der Präsident des Branchenverbandes BGA, Anton Börner, sagte der "Rheinpfalz am Sonntag", damit könne der Weltmarktanteil von gut 9 auf 9,5 Prozent ausgebaut werden. Den deutschen Aussenhandelsüberschuss bezifferte Börner für das laufende Jahr auf voraussichtlich 143 Milliarden Euro. Die Dax-Konzerne erwirtschaften laut einer Studie von Ernst & Young nur noch jeden vierten Euro in Deutschland.
Dennoch werde 2011 ein "überdurchschnittliches, aber keineswegs sorgenfreies Jahr", sagte der Präsident des Bundesverbandes Grosshandel, Aussenhandel, Dienstleistungen. So gingen von den Unruhen in Nordafrika und den Folgen der Reaktorkatastrophe in Japan Unsicherheiten für die Energieversorgung aus. Auch die Schulden- und Vertrauenskrise in der EU sei keineswegs ausgestanden. Weiterhin belasteten steigende Importpreise die Unternehmen und führten zu Inflationsdruck.
2008 ERSTMALS BILLIONEN-MARKE ANGESTEUERT
Im Jahr 2008 steuerte der deutsche Aussenhandel erstmals die Billionen-Marke an. Doch die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 und die sich anschliessende schwere Wirtschaftskrise verhagelten der Branche das Erreichen des Rekordwertes.
Die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Ernst & Young stellte in einer Studie fest, dass die deutschen Börsenschwergewichte aus dem DAX im Ausland doppelt so schnell wachsen wie hierzulande. Die Analyse stützt sich auf die frischen Geschäftsberichte der 28 Dax-Unternehmen (ohne Commerzbank und Deutsche Bank ).
KEINES VON 28 DAX-UNTERNEHMEN ERWIRTSCHAFTET MEHR ALS 40 PROZENT SEINER UMSÄTZE IN DEUTSCHLAND
Mit Blick auf den Deutschlandanteil am Gesamtumsatz kommt keines der Unternehmen über die 40-Prozent-Marke. Metro , Deutsche Telekom und RWE liegen bei ihren Deutschlanderlösen knapp unter 40 Prozent, Deutsche Post , der Rückversicherer Munich Re und ThyssenKrupp kommen auf gut 30 Prozent. Die Bedeutung der Auslandsmärkte ist auch in der Umsatzentwicklung ersichtlich: Während es im Inland verglichen mit dem Vorjahr 2009 im Schnitt 9 Prozent Wachstum gab, kam das Ausland auf satte 19 Prozent.
"Das Auslandsgeschäft wird immer wichtiger. Deutschland ist nur noch ein Markt unter vielen", sagte Ernst-&-Young-Experte Hendrik Hollweg. Selbst BMW , Daimler und Volkswagen erlösen nur noch etwa jeden fünften Euro daheim - obwohl Deutschland 2010 nach den USA, China, Japan und Brasilien der viertgrösste Automarkt der Welt war.
WEIT MEHR ALS JEDER ZWEITE MITARBEITER WIRD IM AUSLAND BESCHÄFTIGT
Die Grosskonzerne stellen der Untersuchung zufolge auch häufiger Mitarbeiter fern der Heimat ein. Mit knapp 60 Prozent beschäftigen die Dax-Konzerne inzwischen weit mehr als jeden zweiten Mitarbeiter im Ausland. Eine Zahl der Ernst-&-Young-Analyse ist für das Inland aber ohne Frage positiv: Der deutsche Fiskus kassiert für das Jahr 2010 von den Dax-Konzernen 34 Prozent mehr Steuern als noch im Jahr zuvor./and/loh/DP/he

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