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HAMBURG (awp international) - Die Inflationsrisiken auf mittlere Sicht haben nach Einschätzung von Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret zuletzt zugenommen. "Das Preisklima in Deutschland und im Euro-Gebiet hat sich deutlich eingetrübt", sagte Dombret am Donnerstag in Hamburg. Er begründete seine Auffassung vor allem mit deutlich gestiegenen Preisen für Energie, Rohstoffe und Nahrungsmittel. "Die erhöhte Teuerung könnte sich durchaus als hartnäckiger erweisen als bisher angenommen. Auch Zweitrundeneffekte können nicht ausgeschlossen werden."
Damit folgt Dombret hochrangigen Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB), die unlängst vor einer höheren und hartnäckigen Teuerung gewarnt hatten. Auch EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte bis zuletzt vor Preisrisiken gewarnt, diese jedoch eher in der kurzen Frist gesehen. Bildlich sprach Trichet von einem "Inflationsbuckel", der sich bis Ende des Jahres abflachen dürfte. Allerdings hatte auch der EZB-Chef den Blick auf mögliche Zweitrundeneffekte gelenkt, also höhere Lohnforderungen der Gewerkschaften als Ausgleich für steigende Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise.
Für die deutsche Konjunktur gab sich Bundesbank-Mitglied Dombret zwar prinzipiell zuversichtlich. "Und dennoch könnte die See rauer werden", sagte er mit Blick auf die aktuellen Preisrisiken. Das eingetrübte Preisklima gehe mit einem Entzug an Kaufkraft einher, was ein Risiko für den privaten Konsum und damit die Konjunktur sein könnte. "Für die Finanzstabilität ist es unverzichtbar, dass die Inflationserwartungen dauerhaft verankert bleiben."
bgf/jha

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