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WIEN/FRANKFURT (awp international) - Das Rätsel um die berufliche Zukunft von Bundesbankpräsident Axel Weber bleibt weiter ungelöst. Weber sagte am Donnerstag in Wien lediglich, er habe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen und ihr zugesagt, dass er sich dazu zunächst nicht äussern werde. "Wir werden alle Entscheidungen, die notwendig sind, in enger Abstimmung treffen", sagte der 53-Jährige.
Zuvor hatte es Meldungen gegeben, Weber wolle noch am Donnerstag für Klarheit sorgen. Am Vortag hatten Berichte über einen Wechsel des Notenbankers zur Deutschen Bank für Wirbel gesorgt. Hartnäckig halten sich Spekulationen, Weber könnte Nachfolger von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann werden, der im Mai 2013 ausscheidet.
Aus Webers Umfeld verlautete, dass der seit 2004 amtierende Bundesbankpräsident definitiv keine zweite Amtszeit bei der Notenbank anstrebe. Sein jetziger Vertrag läuft im April 2012 aus.
Weber wurde zuletzt als heisser Kandidat für den Chefposten der Europäischen Zentralbank (EZB) gehandelt, der zum 1. November neu zu besetzen ist. Nach den überraschenden Meldungen über seinen vorzeitigen Rückzug halten Beobachter seine Chancen aber für vertan.
Weber hielt am Donnerstag in der österreichischen Hauptstadt einen Vortrag bei der Deutschen Handelskammer über Geldpolitik.
ben/mib/DP/bgf

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