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BERLIN (awp international) - Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel hat die hoch verschuldeten Staaten der Eurozone zur entschlossenen Haushaltskonsolidierung aufgefordert. Insbesondere in Portugal sieht der Währungshüter Handlungsbedarf. "In Portugal muss die Erkenntnis reifen, dass eine nachhaltige Haushaltskonsolidierung in Verbindung mit umfangreichen Strukturreformen mittelfristig zum Wohle des Landes ist, auch wenn dies kurzfristig mit Härten verbunden ist", sagte Nagel in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview in der Tageszeitung "Die Welt". "Spanien zeigt doch, wie es gehen kann, dies sollte Ansporn für andere Länder sein."
Nagel ist zuversichtlich, dass es zu keiner Umschuldung eines europäischen Krisenlandes kommen wird. "Es wird von einigen so getan, als sei eine Umschuldung Griechenlands alternativlos. Das ist aber nicht so", sagte Nagel. Auch in der Vergangenheit hätten Länder sehr hohe Schuldenquoten ausgewiesen, ohne Insolvenz anzumelden. "Wenn Griechenland, Irland oder Portugal ihre Haushalte in Ordnung gebracht haben, können sie ohne Umschuldung die Rückkehr an die Kapitalmärkte schaffen", so Nagel, der bei der Bundesbank die Ressorts Märkte und IT verantwortet.
Dass die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der vergangenen Woche die Haushaltskonsolidierung in den Euro-Krisenstaaten erschweren könne, fürchtet Nagel nicht. "Die Geldpolitik stützt auch mit dem nunmehr höheren Zinsniveau die Wirtschaftsentwicklung in den genannten Ländern", sagte Nagel. Auch auf die Lage des Bankensektors könne die EZB nicht dauerhaft Rücksicht nehmen. "Die Finanzpolitik in den Mitgliedsländern ist gefordert, die nationalen Bankensysteme solide aufzustellen. Dies kann nicht die Aufgabe der Geldpolitik sein." Alle Akteure müssen sich laut dem Bundesbank-Vorstand im Klaren sein, dass die EZB die Anforderungen für die Ausgabe von Geld jederzeit wieder verschärfen könne./jkr/ck

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