Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

DÜSSELDORF (awp international) - In der Stahlbranche bleiben die Sorgen vor einem Rückschlag hoch. Im Juli ist zwar die Stahlproduktion in Deutschland weiter gestiegen, der Auftragseingang ging allerdings nach einen starken Jahresauftakt zuletzt zurück, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Montag mitteilte. Den weiteren Jahresverlauf bewertet der Verband vorsichtig. Mut macht der starke wirtschaftliche Aufschwung. Allerdings rechnen die Experten damit, dass sich der Auftragseingang im Sommerquartal saisontypisch weiter abschwächt. Zudem machten die gestiegenen Rohstoffpreise und die kürzeren Preisbindungen den Unternehmen weiter zu schaffen.
Die Auftragseingänge für Walzstahlprodukte - die Haupterzeugnisse der deutschen Stahlbranche - legten im zweiten Quartal zwar um 23 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum zu. Saisonbereinigt sind das den Angaben zufolge aber knapp 7 Prozent weniger im ersten Jahresviertel. Mit 9,2 Millionen Tonnen lagen die Bestellungen zwischen April und Juni den Angaben zufolge dennoch nur leicht unter dem langfristigen Durchschnitt. Insgesamt gingen in diesem Jahr bislang 55 Prozent mehr Aufträge als im von der Wirtschaftskrise schwer belasteten Vorjahr ein.
Die starke Nachfrage zu Jahresbeginn sei vor allem davon getrieben gewesen, dass viele Stahlhändler und -verarbeiter ihre in der Wirtschaftskrise abgebauten Vorräte wieder aufgefüllt hatten, erklärte der Verband. Diese Nachholeffekte liefen nun aus. Angesichts der deshalb nun schwächeren Nachfrage haben die Stahlkocher Probleme, die gestiegenen Rohstoffkosten an ihre Kunden weiterzugeben. Beobachter werfen den Stahlkochern daher vor, ihre Kapazitäten zu schnell nach dem Ende der Krise wieder hochgefahren haben.
Zu spüren ist diese abnehmende Dynamik bereits in den Produktionszahlen für Juli. Insgesamt schmolzen die deutschen Hütten 3,5 Millionen Tonnen Stahl. Das waren knapp 30 Prozent mehr als vor einem Jahr. In den ersten sieben Monaten zusammen lag die Produktion aber 59 Prozent über dem schwachen Vorjahreswert. In den ersten Monaten des vergangenen Jahres hatte die Wirtschaftskrise die Stahlproduktion einbrechen lassen. Zum Teil lag die Auslastung in den Werken unter 50 Prozent. Seit nunmehr einem Jahr geht es aber wieder bergauf. Weil in den kommenden Monaten die Vergleichswerte nicht mehr so schlecht sind wie zu Jahresbeginn, rechnet der Verband im weiteren Jahresverlauf mit geringeren Zuwachsraten./nl/fn/zb

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???