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Der höchste Schweizer Diplomat besucht Algerien

Bundesrat Deiss wird zusammen mit dem algerischen Präsidenten Bouteflika die Ausstellung über den Heiligen Augustinus einweihen.

(swissinfo.ch)

Bundesrat Joseph Deiss ist am Samstag (31.03.) zu einem zweitägigen Besuch in Algerien eingetroffen. Der Aussenminister wurde von seinem algerischen Amtskollegen Abdelaziz Belkhadem am Flughafen empfangen.

Mit Präsident Abdelaziz Bouteflika weiht Deiss am Sonntag ein Kolloquium und eine Ausstellung zur Afrikanität und Universalität des Heiligen Augustinus ein. Das Projekt zum laufenden Jahr des Dialogs der Zivilisationen solle beiden Seiten die Gelegenheit geben, den Heiligen Augustinus wieder zu entdecken, teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit.

Das Projekt hatte Bouteflika im Oktober 1999 Deiss anlässlich seines damaligen Algerienbesuchs unterbreitet. Geplant sind ein interdisziplinäres Kolloquium mit 40 Wissenschaftlern aus 15 Ländern und eine Reihe öffentlicher Vorträge und Ausstellungen.

Kulturelle und politische Bedeutung

Das kulturelle Projekt wird nach EDA-Angaben auch von politischer Tragweite sein, da es eine «Öffnung und eine gemeinsame Reflexion über die Frage der nationalen Identität» ermögliche. Es wurde organisiert von der Universität Freiburg und auf algerischer Seite vom Hohen Islamischen Rat.

Das Kolloquium findet von Montag bis Samstag in Algier und in den Orten statt, wo Augustinus lebte. Die Ausstellung ist zunächst in Algerien, im Oktober und November in Freiburg und im Dezember im Genfer Palais des Nations zu sehen. Algerien steuert archäologische Exponate bei, die Schweiz Objekte aus dem Fundus ihrer Bibliotheken.

Kein offizieller Besuch

Die Visite von Deiss ist kein offizieller Arbeitsbesuch. Bilaterale Fragen stehen also nicht im Vordergrund. Dennoch ist ein Gespräch mit Bouteflika vorgesehen. Dabei könnten auch Menschenrechtsfragen und der nationale Versöhnungsprozess in Algerien angesprochen werden.

Aussenminister Deiss wird bei seinem Besuch vom Freiburger Staatsrat Augustin Macheret, dem Rektor der Universität Freiburg Paul-Henri Steinauer sowievom Direktor der Freiburger Kantons- und Universitätsbibliothek Martin Nicoulin begleitet.

swissinfo und Agenturen


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