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Der Höhlenbär kehrt zurück

Dem Bären auf der Spur.

Vor über 10'000 Jahren starb er aus, der Höhlenbär (Ursus spelaeus). Jetzt kehrt er - sorgfältig rekonstruiert - zurück ins Schweizerische Alpine Museum. Das widmet dem Sohlengänger eine umfassende Ausstellung.

Bern und sein Wappentier, der Bär, eine unendliche Liebesgeschichte, die immer wieder erweitert wird. Diesmal steht der ausgestorbene Höhlenbär im Zentrum des Interesses, sind doch auch in der Schweiz (St.Antönien, GR, Monte Generoso, TI), nebst dem Südtirol, neue Entdeckungen und Funde zu verzeichnen.

So bestimmte jahrelang die romantisierte Vorstellung vom Bären und dem Menschen, die beide in einer Höhle hausen und sich gegenseitig das Leben schwer machen, das Bild des Ursus spelaeus.

Eine Theorie, die aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar ist. Heute gilt es, die neusten Erkenntnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen und den Höhlenbären ins richtige Licht, respektive in die richtige Höhle, zu stellen.

Knochen und Klima

Von keinem anderen Grosstier der Eiszeit sind so viele Schädel, Knochen, Zähne gefunden worden. Anhand dieser interessanten Fundstücke lässt sich aufzeigen, wie sich die Bären (Schulterhöhe: bis ca. 150cm) vom fleischfressenden Raubtier zum Allesfresser entwickelt haben und wie daraus der fast ausschliesslich pflanzenfressende Höhlenbär entstanden ist.

Eine Theorie besagt, dass der Höhlenbär als Pflanzen-Fresser während der Eiszeit nur in den warmen Zwischenphasen, in denen es vermutlich wärmer war als heute, in den Alpen überleben konnte. Heute wäre es in dieser Höhe undenkbar, dass Bären genügend pflanzliche Nahrung finden.

Weiter konnte mit den Datierungen der gefundenen Knochen das Alter der Warmzeiten bestimmt werden, was der Klimaforschung zugute kommt. Ein Aspekt, der in diesen Tagen, wo vor den Folgen einer Klimaerwärmung gewarnt wird, nicht unbedeutend ist. - Die Frage, warum dieser grosse Meister Petz von unserem Planeten verschwand, ist noch nicht umfassend geklärt.

Höhlenbär und Gummibär

Die Berner Ausstellung, sie wurde vom Bündner Natur-Museum Chur in Zusammen-Arbeit mit dem Naturmuseum Südtirol in Bolzen und dem Paläontologischen Institut der Uni Wien realisiert, vermittelt die Geschichte und Erforschung des Höhlenbären in anschaulicher Weise.

Nebst einem rekonstruierten Höhlenbären, einem Skelett, Tafeln mit Bildern, Zeichnungen und Plänen, lädt das Bärenparadies Kinder in eine aufgebaute Höhle ein. Mit dem Teddy unter dem Arm, lernen sie Berns Wappentier besser kennen, lauschen Geschichten und spielen.

Zahlreiche Rahmenveranstaltungen begleiten die Ausstellung und zeigen, dass zwischen Höhlenbär und Gummibärchen viel Eis geschmolzen ist.

Brigitta Javurek


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