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DETROIT (awp international) - Der Stuttgarter Autobauer Daimler will im laufenden Jahr bei den Personenwagen seinen bisherigen Absatzrekord von 2007 übertreffen. "Wir werden bei der Marke Mercedes-Benz und auch in der gesamten Sparte Mercedes-Benz Cars Rekordverkäufe erzielen", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Montag in Detroit. 2007 hatte Mercedes-Benz 1,185 Millionen Fahrzeuge verkauft. In der gesamten Sparte waren es noch einmal 100.000 Autos mehr.
Daimler habe eher das Luxusproblem, dass der Absatz durch mangelnde Produktionskapazitäten begrenzt würde und nicht durch einen Nachfragemangel. Bei einer Erweiterung der Produktion müssten angesichts der starken Marktschwankungen aber immer die langfristigen Kosten in Betracht gezogen werden. "Wir wollen keine Chancen vergeben, aber wir müssen unsere Fixkosten im Blick behalten", sagte Zetsche.
KEINE ABSPALTUNG DER LKW-SPARTE
Zetsche dementierte am Rande der Automesse in Detroit Gerüchte, der Konzern könne seine Lastwagensparte abspalten. "Es gibt keine Pläne, unser Unternehmen aufzuspalten." Die Zweisäulenstrategie mit Nutzfahrzeugen auf der einen und Premiumwagen auf der anderen Seite sei ein strategischer Vorteil, den niemand antasten wolle. Zetsche wies Medienberichte, es gebe zu dem Thema verschiedene Auffassungen im Vorstand, entschieden zurück.
Gleichzeitig schloss der Daimler-Chef nicht aus, dass der Konzern seine Beteiligung am Dieselmotoren-Hersteller Tognum erhöhen könnte. Eine Entscheidung darüber stünde aber nicht direkt bevor. Daimler hält derzeit gut ein Viertel der Anteile an den Friedrichshafenern. "Tognum ist ein attraktives Unternehmen und arbeitet in einem Bereich, der unserem Kerngeschäft nahe steht", sagte Zetsche.
WEITERES WACHSTUM IN CHINA
Auf dem chinesischen Markt erwartet Zetsche weiteres Wachstum, auch wenn staatliche Eingriffe einen Unsicherheitsfaktor darstellten. In der Vergangenheit hätten die Massnahmen der chinesischen Regierung die Autoverkäufe befördert. Weitere Schritte, wie die jüngst in Peking beschlossenen Zulassungsbeschränkungen, blieben abzuwarten. Auf dem Weg zum Ziel, 2015 300.000 Autos in China zu verkaufen, könnte Daimler im nächsten Jahr auf einen Absatz von rund 200.000 Stück kommen, sagte der Daimler-Chef.
Bezüglich der Luxuswagenmarke Maybach räumte Zetsche ein, sie habe in den vergangenen zwei Jahre nicht auf der Prioritätenliste des Managements gestanden. "Wir müssen uns der Sache annehmen", sagte Zetsche. Ob die wiedererweckte Traditionsmarke erhalten bleibt, wollte Zetsche nicht zusichern.
Das Vermietsystem Car2Go sei an den Pilot-Standorten Ulm und im texanischen Austin nicht profitabel, bestätigte Zetsche. Das sei in diesen eher kleinen Städten aber auch gar nicht zu erwarten gewesen. Nun kommt beispielsweise mit Hamburg eine Grossstadt hinzu. Dort erwartet der Daimler-Chef, dass sich die Investitionen nach drei Jahren auszahlen. "Das ist ein sehr attraktives Geschäftsmodell", bekräftigte Zetsche. Bei Car2Go können registrierte Nutzer im gesamten Stadtgebiet abgestellte Smarts innerhalb weniger Minuten mieten./dct/alg/he

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